Italien
Anleger schlagen wieder bei Staatsanleihen zu

Händler greifen nach Ende der Regierungskrise in Italien wieder bei Anleihepapieren des Landes zu. Das Vertrauen in Ministerpräsident Letta und dessen geplanten Sparkurs beflügelte sogar den italienischen Aktienmarkt.
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FrankfurtNach dem vorläufigen Ende der Regierungskrise in Italien haben Anleger am Freitag erneut bei Staatsanleihen des Landes zugegriffen. Die Renditen der zehnjährigen Papiere gingen um vier Basispunkte auf 4,34 Prozent zurück. Damit sind sie auf Wochensicht bereits um rund 40 Basispunkte gefallen. Am Mittwoch hatte das Parlament Ministerpräsident Enrico Letta sein Vertrauen ausgesprochen. „Wir sehen ein geringeres politisches Risiko in Italien nach der Erleichterung über die Bestätigung von Letta“, sagte Bondstratege Nick Stamenkovic von RIA Capital Markets. Der italienische Aktienmarkt lag gegen den überwiegend negativen Trend an Europas Börsen im Plus. Der Leitindex gewann 1,2 Prozent auf 18.238 Punkte.

Bei der Vertrauensabstimmung am Mittwoch hatte überraschend auch Lettas Widersacher Silvio Berlusconi für ihn gestimmt. Letta steht für den von Investoren und vielen Euro-Partnern geforderten Sparkurs.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Italien: Anleger schlagen wieder bei Staatsanleihen zu"

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  • Natürlich haben die bei Staatsanleihen zugegriffen, denn die Maschinen sind auf UP programmiert.
    Die Technik bestimmt den Markt.
    Solange die Notenbanken weiterhin den Markt fluten ist das Casino weiterhin geöffnet.
    Da kann sich der Kleinanleger nur wundern und der Steuerzahler darf alles bezahlen.

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