IVG stark gefragt
Dax kommt kaum vom Fleck

Von den US-Börsen kamen zum Wochenauftakt keine Impulse, da die Wall Street wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen bieb. Der starke Dollar-Kurs stützte den Deutschen Aktienindex jedoch leicht.

HB FRANKFURT. Das Börsenbarometer Dax beendete den Xetra-Handel 0,1 % im Plus bei 4623,41 Punkten. Im MDax stiegen die Titel von IVG auf Grund von Spekulationen auf eine Übernahme der Gewerbeimmobilien der insolventen Agiv deutlich.

"Die Dollar-Stärke hilft unseren exportabhängigen Unternehmen", sagte ein Händler mit Blick auf den Kursrutsch des Euro unter die Marke von 1,19 Dollar. Damit war die Gemeinschaftswährung so billig wie seit Mai 2004 nicht mehr. Der anhaltend hohe Ölpreis bremste Börsianern zufolge aber den Aufstieg des Börsenbarometers. Der Terminkontrakt auf die führende US-Ölsorte Crude Light hatte am Freitag kräftig zugelegt und die Marke von 59 Dollar je Barrel (159 Liter) wieder übersprungen. Zudem hätten sich viele Anleger zurückgehalten, weil die Wall Street wegen des US-Unabhängigkeitstages geschlossen blieb.

Die Aktien von IVG Immobilien stiegen um 3,2 % auf 15,64 ?. "Eine mögliche Übernahme der Immobilien wird von Anlegern positiv gesehen", sagte ein Händler. Nach Reuters-Informationen soll in den kommenden Tagen über den Verkauf der nicht insolventen Agiv-Tochter Deutsche Real Estate entschieden werden. Zunächst würden die Gebote geprüft. IVG hatte mehrfach Interesse an der Agiv-Tochter bekundet.

Im Dax gehörten die Titel des Pharma-Herstellers Altana mit einem Plus von 1,3 % auf 40,42 ? zu den gefragtesten Werten und machten damit einen Teil ihres knapp 16-prozentigen Kurseinbruchs vom Freitag wett. Auslöser war das Ende der Entwicklungskooperation mit dem US-Konzern Pfizer bei dem Atemwegsmittel Daxas gewesen. "Das ist eine rein technische Reaktion", sagte ein Händler zu der Kurserholung. Von einer Trendwende könne aber noch nicht gesprochen werden. Das Risiko weiterer Kursverluste sei keineswegs gebannt.

An der Spitze der Gewinnerliste standen dagegen die Papiere von BMW, die sich um 2,1 % auf 38,90 ? verteuerten. Der Autobauer profitierte Händlern zufolge vor allem vom schwachen Euro. In diesem Zusammenhang hatten die Analysten der HVB die Aktie auf "Outperform" von "Neutral" hochgestuft und das Kursziel auf 41 von 38 ? angehoben.

Auf der Verliererseite standen dagegen die Papiere der Deutschen Börse, die sich um 0,6 % auf 66,29 ? verbilligten. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen und verwiesen auf das Kursplus von knapp sieben Prozent in der vergangenen Woche.

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