Japans Großbanken gehörten zu größten Verlierern
Nikkei schließt unter 11 000 Punkten

Der anhaltend hohe Ölpreis sorgt bei den Anlegern in Fernost weiter für Verunsicherung. Der japanische Leitindex Nikkei ging am Dienstag vor diesem Hintergrund mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel.

HB TOKIO. US-Öl kostete zuletzt 41,53 Dollar je Barrel und lag damit nur knapp unter dem am 17. Mai erreichten Rekordhoch von 41,85 Dollar. Marktteilnehmer bezweifelten, dass die hohe Nachfrage nach dem Rohstoff trotz einer Initiative Saudi-Arabiens, die Fördermengen zu steigern, bedient werden könne. Außerdem könne sich die Lage in den USA selbst dann nicht vor August entspannen.

Der saudiarabische Ölminister Ali el Naimi hatte am Wochenende erklärt, sein Land sei dazu bereit, die Förder- und Exportmengen bis zur Kapazitätsgrenze von täglich 10,5 Mill. Barrel von derzeit 9,1 Mill. Barrel je Tag (bpd) hochzufahren. Zudem forderte er die Opec auf, die Fördergrenze von 23,5 Mill. bpd um 2,3 bis 2,5 Mill. bpd zu erhöhen.

Besonders an den Aktienmärkten in Japan und Südkorea - beide Länder sind stark von Ölimporten abhängig - kam es zu teils kräftigen Kursverlusten. An der Tokioter Börse schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 1,25 % im Minus bei 10 962 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,35 % auf 1115 Zähler. „Noch vor wenigen Wochen haben nur wenige erwartet, dass die Ölpreise weiter auf dieses Niveau steigen würden“, sagte Masaharu Sakudo von Tachibana Securities. Die unsichere Lage der Weltwirtschaft sei nun wieder zum Thema geworden.

Japans Großbanken gehörten zu den größten Verlierern, nachdem sie am Vortag enttäuschende Ausblicke für das Jahr abgegeben hatten. Die Aktien der größten japanischen Bankengruppe Mizuho Financial Group fielen um 3,12 %.

An der Börse in Seoul fielen die Kurse um 1,95 %, in Hongkong um 0,98 %.

Die Devisenkurse bewegten sich in engen Spannen. Händler sagten voraus, dass sie weniger von der Entwicklung des Ölpreises beeinflusst werden würden als zunächst erwartet. Der Euro wurde mit 1,2033 Dollar gehandelt nach 1,2004 Dollar am Vorabend in New York. Der Dollar lag bei 113,04 Yen nach 112,89 Yen.

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