Johannesburg
Südafrikas Börse leidet unter der Dubai-Krise

Auch in Südafrika werden die Märkte durch die Probleme in dem Emirat belastet. Eine kleine Unterstützung liefert aber der Goldpreis. Allerdings haben Südafrikas große Goldförderer wegen der Stärke der lokalen Währung Rand bislang kaum davon profitiert.
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KAPSTADT. Auch die Johannesburger Börse ist durch die finanziellen Turbulenzen in Dubai zeitweise unter Druck geraten. Der Grund dafür liegt darin, dass eine Reihe südafrikanischer Unternehmen in dem Emirat aktiv ist, darunter Südafrikas größte Baufirma Murray and Roberts, aber auch der private Krankenhausbetreiber Mediclinic. Zudem ist die Dubai World, der in Not geratene Investmentarm des Emirats, unter anderem zu 37,5 Prozent an der Kapstädter Waterfront, Südafrikas großer Touristenattraktion, beteiligt. Daneben gehören dem Unternehmen am Kap eine Reihe von Wildparks und ein bekannter Golfplatz, deren Teilverkauf angeblich erwogen wird.

Gestützt wird die Johannesburg Stock Exchange (JSE) jedoch vom hohen Goldpreis, der letzte Woche kurzzeitig die Marke von 1 200 Dollar pro Unze überquerte, aber inzwischen fast 100 Dollar zurückgefallen ist auf unter 1 140 Dollar pro Unze. Der Goldpreis befindet sich bereits seit Wochen auf einem Höhenflug. Allein im November hat das Edelmetall fast 15 Prozent zugelegt.

Allerdings haben Südafrikas große Goldförderer wie Anglogold Ashanti, Gold Fields und Harmony wegen der Stärke der lokalen Währung Rand bislang kaum davon profitiert. Schließlich erhalten sie ihre Erlöse auf dem Weltmarkt in Dollar, während die hohen Abbaukosten am Kap in Rand anfallen. Im Durchschnitt lag der Rand-Goldpreis im letzten Quartal wegen der Randstärke niedriger als im Vorquartal.

Diamantenförderer De Beers drückt eine hohe Schuldenlast

Unter Druck befindet sich auch der weltweit größte Diamantenförderer De Beers. Angesichts einer Schuldenlast von insgesamt vier Mrd. Dollar wird das Traditionsunternehmen von seinen drei Anteilseignern eine Milliarde Dollar erhalten. Dies soll durch eine Aktienerhöhung geschehen, die vermutlich anteilsmäßig wahrgenommen wird.

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