Kaum Firmennachrichten am ersten Handelstag: Konjunkturdaten belasten Stimmung der US-Anleger

Kaum Firmennachrichten am ersten Handelstag
Konjunkturdaten belasten Stimmung der US-Anleger

Amerikanische Aktien haben am Montag den ersten Handelstag im neuen Jahr überwiegend schwächer beendet.

HB NEW YORK. In den USA haben überraschend schwache Daten zur Beschäftigung und aus der Baubranche die Furcht der Anleger vor einem schwächeren Wirtschaftswachstum geschürt und die Börsen am Montag ins Minus gedrückt. Eine Herabstufung des Netzwerk-Computer-Herstellers Sun Microsystems lastete zudem auf der Technologiebörse Nasdaq, der niedrige Ölpreis drückte den Aktienkurs einiger Energiekonzerne.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum Handelsschluss rund 0,5 Prozent und schloss bei 10.729 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,81 Prozent und notierte zu Börsenschluss bei 1202 Punkten. Der Nasdaq- Composite verlor 1,07 Prozent und sank auf einen Schlussstand von 2152 Zählern.

„Es gibt eine ganze Menge Schwäche im Technologie-Bereich und die Leute verkaufen die konjunkturabhängigen Aktien, nachdem sie die Zahlen der Bauausgaben gesehen haben“, sagte Ted Oberhaus von Lord Abbett & Co.

„Die Neubestellungen waren stark, aber das scheint in Anbetracht der schwachen Beschäftigungszahlen übersehen worden zu sein“, sagte Gary Shilling von A. Gary Shilling & Co. „Beschäftigung ist wichtig, weil sie das Einkommen und die Kaufkraft der Konsumenten bestimmen wird, die diese Wirtschaft angeführt haben“, fügte er hinzu.

Das Institute for Supply Management (ISM) hatte zuvor einen unerwartet stark gestiegenen Konjunkturindex vorgestellt. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Index erhöhte sich im Dezember auf 58,6 Zähler von 57,8 Punkten im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf lediglich 58,1 Punkte gerechnet. Der Beschäftigungsindex war allerdings kräftig auf 52,7 (November 57,6) Punkte gefallen und zog an den Börsen die Aktienkurse einiger auf Jobvermittlung spezialisierter Unternehmen ins Minus. Der Aktienkurs von Manpower rutschte um 1,74 Prozent auf 47,46 Dollar ab. Die Aktie der Internet-Job-Suchmaschine Monster Worldwide verlor 3,72 Prozent an Wert und kostete bei Handelsende 32,36 Dollar.

Zudem hatte das US-Handelsministerium unerwartet schwache Daten zur Entwicklung der Bauausgaben in den USA im November veröffentlicht. Die Bauausgaben waren um 0,4 Prozent gesunken. Von Reuters befragte Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg gerechnet. Die Zahlen belasteten Aktien der Baubranche wie die des Baumaschinenherstellers Caterpillar. Der Kurs der Caterpillar-Aktie verlor 2,5 Prozent auf 95,07 Dollar.

Auch einige Technologie-Werte hatten mit sinkendem Anleger-Interesse zu kämpfen: Der Aktienkurs von Sun Microsystems sackte um mehr als fünf Prozent nach unten, die Aktie kostete am Abend 5,19 Dollar, nachdem Sanford Bernstein das Unternehmen heruntergestuft hatte.

Das erstaunlich milde Winterwetter im Nordosten der USA dämpfte die Nachfrage nach Heizöl, damit den Ölpreis und den Investitionsanreiz der Energie-Aktien. Der Kurs von Exxon Mobil fiel um rund 2,28 Prozent auf 50,09 Dollar. Das Papier von ChevronTexaco verlor 3,07 Prozent an Wert und notierte zum Handelsschluss bei 50,90 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,51 Milliarden Aktien den Besitzer. 904 Werte legten zu, 2420 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,18 Milliarden Aktien 956 im Plus, 2240 im Minus und 94 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 3/32 auf 100-8/32. Sie rentierten mit 4,216 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 9/32 auf 108-10/32 und hatten eine Rendite von 4,812 Prozent.

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