Keine Dividendenerhöhung
Deutsche Börse unter Druck

Der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, zieht zum Ende seiner Amtszeit eine positive Bilanz. Aktuell gerät die Börse allerdings etwas unter Druck, eine Dividendenerhöhung ist erstmal gestrichen.
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FrankfurtDie Deutsche Börse sieht von einer Dividendenerhöhung ab und verstimmt damit die Anleger. Die Aktien rutschten am Donnerstag in der Spitze um 3,4 Prozent ab auf ein Drei-Wochen-Tief von 66,75 Euro. Sie gehörten zu den schwächsten Dax -Werten. Die Eigentümer müssen sich zum Abschied von Vorstandschefchef Reto Francioni mit einer stagnierenden Dividende von 2,10 Euro je Aktie zufrieden geben. Das sei enttäuschend, sagte ein Händler. Aus Sicht von LBBW-Analyst Martin Peter dürfte die Dividende in den nächsten Jahren allerdings sehr wahrscheinlich leicht angehoben werden.

Reto Francioni zieht derweil eine positive Bilanz seiner Amtszeit. „Die Deutsche Börse AG steht ausgezeichnet da“, sagte der Manager am Donnerstag in Frankfurt. Beim Gewinn stehe der Dax-Konzern weltweit auf Platz drei unter den Börsenbetreibern, gemessen am Börsenwert auf Platz vier.

Der Schweizer verlässt Ende Mai die Deutsche Börse, an deren Spitze er seit Oktober 2005 stand. Francionis Posten übernimmt zum 1. Juni der frühere oberste Investmentbanker der schweizerischen Großbank UBS, Carsten Kengeter. Im vergangenen Jahr legten die Erlöse der Deutschen Börse erstmals seit 2011 wieder zu, der Überschuss kletterte zum Vorjahr fast um 60 Prozent auf gut 762 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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