Keine nennenswerte Reaktion auf Fed-Protokoll
GM-Abstufung drückt US-Standardwerte ins Minus

Die Abstufung von Schuldtiteln des Autokonzerns General Motors auf spekulatives Niveau durch die Ratingagentur Fitch hat den Anlegern an der Wall Street am Dienstag die Stimmung verdorben.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones verließ den Handel 0,19 % schwächer bei 10 504 Punkten. Im Geschäftsverlauf hatte der Dow zwischen einem Hoch von 10 523 und einem Tief von 10 472 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P 500 legte dagegen 0,02 % auf 1194 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,24 % auf 2062 Stellen.

Keine nennenswerte Reaktion zeigte der Markt Händlern zufolge auf das Protokoll der Zinssitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank Fed vom 3. Mai. Das Papier habe keinen Zweifel daran gelassen, dass die Fed die Zinsen weiter anheben werde. Das von den Börsianern erhoffte Signal für eine Lockerung oder ein Ende des derzeitigen Zinserhöhungszyklus sei darin nicht enthalten.

Etwas Unterstützung lieferte Händlern zufolge die bislang nicht bestätigte Nachricht über eine Verletzung des irakischen Al-Kaida-Anführers Abu Mussab al-Sarkawi.

"Die GM-Nachricht hat die Aktie des Konzerns getroffen, und das hilft dem Markt nicht“, sagte Mike O'Hare von der Investmentbank Lehman Brothers. Anfang Mai hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor's die Bonitätsbewertung von GM-Anleihen auf spekulatives Niveau abgesenkt. Die Anleger quittierten die Abstufung durch Fitch mit einem Abschlag auf den Kurs von fast 2,8 % auf 31,69 Dollar.

Ein positives Echo der Investoren fand dagegen die Erklärung des zweitgrößten US-Biotechnologiekonzerns Genentech über einen offenbar erfolgreichen Test von Lucentis, einem Mittel gegen Altersblindheit. Der Markt honorierte dies mit einem Plus von gut 2,6 % auf 78,60 Dollar.

Die Bekräftigung der Übernahmepläne für den Medizingeräte-Hersteller Guidant durch den im Dow gelisteten Konkurrenten Johnson & Johnson lockte ebenfalls Käufer an und ließ den Kurs der Johnson & Johnson-Papiere um ein gutes halbes Prozent auf 67,60 Dollar anziehen. Dagegen verloren Guidant-Titel fast 0,7 % auf 73,75 Dollar. Das Unternehmen hatte der US-Börsenaufsicht SEC von Problemen mit seinen Herz-Defibrillatoren berichtet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,28 Mrd. Aktien den Besitzer. 1626 Werte legten zu, 1682 gaben nach und 175 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,72 Mrd. Aktien 1415 Werte im Plus, 1601 im Minus und 195 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 8/32 auf 100-24/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,035 %. Die 30-jährigen Bonds zogen im Kurs um 13/32 auf 115-20/32 Zähler an. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,358 %.

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