Keine Überraschungen am Hexen-Sabbat
Dax-Volatilität auf neuem Tiefstand

Der dreifache Hexensabbat an der deutsch-schweizerischen Terminbörse Eurex ist am Freitag weniger hektisch als erwartet über die Bühne gegangen.

HB ZÜRICH. Händler sagten, für einen dreifachen grossen Verfall seien die Aktivitäten nicht sehr gross gewesen. Erwartungsgemäss sei es zu Beginn und im späten Geschäft zu höheren Umsätzen gekommen. Überraschungen seien ausgeblieben.

Die impliziten Volatilitäten sackten regelrecht ab. So verlor der Dax rund vier Prozent auf 16,17 Prozent und der SMI (Schweizer Index) fast fünf Prozent 11,56 Prozent. Die Dax-Volatilität erreichte im Verlauf mit 15,90 einen neuen Tiefststand. „Da liegt was in der Luft“, sagte ein Händler und sprach einmal mehr von einer zu erwartenden grossen Bewegung.

Angesichts der lange andauernden Seitwärtsbewegung seien die Volas immer mehr gesunken. „Das Schreiben lohnt sich so nicht mehr“, sagte ein Händler. Während die SMI-Futures bereits am Donnerstagabend ausliefen, verfielen die Dax- und Euro 50-Futures am Freitag.

So wurden im Dezember-SMI bis um 16.30 Uhr rund 22 000 Kontrakte umgesetzt. Im September-Dax wurden noch 32 000 und im E50 noch rund 150 000 gehandelt. In den nachfolgenden Dezember-Kontrakten wurden rund 112 000 beziehungsweise knapp 600 000 Kontrakte gehandelt. Händler sagten, da sich der Markt seit einiger Zeit bei gewissen Schwankungen seitwärts bewege, hätten die meisten Optionen und die Futures nicht weit weg von Ausübungskursen notiert.

Insgesamt wurden bis 16:30 Uhr rund 500 000 Calls und 300 00 Put-Optionen in einem Call-Put-Verhältnis von 1,6 zu eins umgesetzt. Auf den Dax entfielen rund 127 000 Calls und 105 000 Puts.

Die grössten Umsätze verbuchten einmal mehr Allianz, Telekom, Münchner Rück und SAP. Dabei überwogen die Calls die Puts in einem Verhältnis von etwa vier zu eins. In Nokia lag der Umsatz, ebenfalls verfallsbedingt, bei rund 70 000 Kontrakten.

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