Keine Zinsänderung in USA erwartet
Nikkei schließt schwächer

Schwache Vorgaben von Wall Street und ein stärkerer Yen hätten insbesondere bei den Titeln von exportorientierten Unternehmen haben im asiatischen Leitindex Nikkei in Tokio zu Abschlägen geführt. Hinzu kämen wieder auflebende Ängste vor neuen Anschlägen nach den Bombenexplosionen in Madrid, sagten Händler. Positiv hätten sich dagegen Binnenwerte entwickelt, da diese von einer erwarteten Konjunkturerholung in Japan am deutlichsten profitieren dürften.

HB TOKIO. Risikoärmere Anlagen wie Staatsanleihen und Gold legten zu. Der Ölpreis stand knapp unter dem in der vergangenen Woche erreichten Ein-Jahres-Hoch. Nach einem anfänglich turbulenten Handel stabilisierte sich der Dollar oberhalb der Marke von 110 Yen.

„Die Anschläge sind ein Grund, den Geldbeutel stecken zu lassen“, sagte ein Börsianer mit Blick auf die Aktienmärkte. Der Nikkei-Index schloss 0,7 % leichter bei 11 242 Punkten, während der breiter gefasste Topix-Index um 0,4 % auf 1 120 Zähler fiel. Auch die Leitindizes in Hongkong, Taiwan und Singapur gaben nach. Die Investoren seien aber optimistisch, was eine Konjunkturerholung in der Region, insbesondere in Japan angehe, sagten Analysten. Dies habe die Kursverluste begrenzt.

Spekulationen um japanische Interventionen beeinflussten weiter den Devisenhandel. Der Dollar fiel zunächst auf 110,03 Yen, zog dann aber auf 110,38 Yen an, weil Händler eine Intervention der Bank von Japan vermuteten. Gegen 07.00 Uhr MEZ war die US-Währung wieder auf 110,09 Yen zurückgefallen. Der Euro stieg auf 1,2283 Dollar von seinem New Yorker Schlusskurs von 1,2265 Dollar.

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