Konjunkturdaten und Quartalsergebnisse
US-Börsen legen wegen positiver Zahlen zu

Positive Konjunkturdaten und starke Quartalsergebnisse großer Unternehmen haben den US-Börsen am Dienstag Auftrieb verliehen. Für gute Stimmung an der Wall Street sorgte zudem ein sinkender Öl-Preis.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,57 % fester mit 10 683 Punkten, nachdem er im Verlauf zwischen 10 623 und 10 699 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,71 % auf 1244 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 1,04 % auf 2218 Punkte zu, nachdem er im Verlauf mit 2219 Stellen den höchsten Stand seit 2001 markiert hatte.

"Die wirtschaftlichen Grundlagen sind ziemlich gut und die Quartalszahlen besser als von den Leuten erwartet", sagte Analyst Mark Bronzo von Gartmore Separate Accounts LLC. Analyst Steve Neimeth von AIG SunAmerica Asset Management lobte vor allem, dass Kursgewinne dank der optimistischen Konjunkturdaten quer durch alle Bereiche zu verzeichnen seien. Die US-Regierung hatte vor Handelsbeginn mitgeteilt, die Konsumausgaben in der weltgrößten Volkswirtschaft seien im Juni vor allem dank zunehmender Autokäufe um 0,8 % gestiegen. Volkswirte hatten einen solchen Anstieg erwartet.

Die Aktien der US-Autohersteller reagierten unterschiedlich auf die vorgelegten Absatz-Zahlen für Juli. So stiegen die Titel des zweitgrößten US-Fahrzeugbauers Ford um 0,3 % auf 10,88 Dollar, während Papiere von General Motors um 0,9 % auf 36,53 Dollar nachgaben. Die Rabatte, mit denen die Hersteller Kunden zuletzt anlockten und ihre Lager räumten, drücken Analysten zufolge auf die Gewinn-Margen der Unternehmen.

An der Nasdaq interessierten sich die Anleger besonders für Papiere des führenden US-Kabelnetzbetreibers Comcast und des Chipherstellers Maxim Integrated Products. Beide Firmen hatten mit ihren Quartalsergebnissen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Comcast-Titel verteuerten sich um fast 1,3 % auf 31,00 Dollar. Maxim Integrated Products-Aktien legten sogar um rund 8,3 % auf 45,50 Dollar zu.

Die Titel des US-Ölkonzerns Chevron stiegen um rund 1,9 % auf 59,56 Dollar. Zuvor hatte die staatliche chinesische Ölfirma CNOOC ihre milliardenschwere Offerte für den US-Energiekonzern Unocal wegen des politischen Widerstands in den USA zurückgezogen. Damit dürften die Chancen von Chevron auf eine Unocal-Übernahme deutlich gestiegen sein. Unocal-Papiere tendierten beinahe unverändert bei 64,35 Dollar.

Für Erleichterung unter den Investoren sorgte auch der Preis für leichtes US-Öl, der nach dem Höhenflug vom Vortag zwischenzeitlich wieder leicht nachgab. Der Öl-Preis wird an der Wall Street besonders aufmerksam verfolgt, schmälern höhere Energiekosten doch die Einnahmen von Unternehmen und sorgen für Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,53 Mrd. Aktien den Besitzer. 2211 Werte legten zu, 1076 gaben nach und 185 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Mrd. Aktien 1883 im Plus, 1215 im Minus und 168 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 04/32 auf 98-11/32 nach. Sie rentierten mit 4,334 %. Die 30-jährigen Bonds sanken um 15/32 auf 112-16/32 und hatten eine Rendite von 4,542 %.

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