Konjunkturindex der Philadelphia Fed gefallen
US-Börsen schließen im Plus

Die US-Börsen haben am Donnerstag durch Fusionsankündigungen Pharma- und Technologiebereich sowie Kursgewinne der Öl-Multis im Plus geschlossen. Auf dem Parkett war zuvor die Stimmung wegen des überraschend gefallene Konjunkturindex' der Philadelphia Fed zeitweise eingestrübt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 10.595 und einem Tief von 10.540 Punkten. Er verließ den Handel 0,12 Prozent höher bei 10.578 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,36 Prozent auf 1210 Zähler. Der Nasdaq-Composite gewann 0,69 Prozent auf 2089 Punkte hinzu.

Die Philadelphia Fed hatte nach Handelsbeginn erklärt, der Konjunkturindex für die Region im Osten der USA sei im Mai auf minus 2,2 von plus 7,3 Zählern gesunken - Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 10,0 Punkte gerechnet. Zahlen unter Null signalisieren einen Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe. Der Index gilt als vergleichsweise verlässlicher Indikator für die landesweite Entwicklung der Industrie. Analyst Robert Harrington von UBS betonte dennoch, die Zahlen sollten nicht überbewertet werden. Es handle sich schließlich nur um eine Region unter vielen. „Außerdem haben wir noch viele Fusionen und Übernahmen, die den Markt beflügeln. Die Wirtschaft wächst stabil, die Zinsen sind niedrig“, fügte er hinzu.

Analysten zufolge sind Fusionen und Übernahmen ein Zeichen dafür, dass die Aktien fair bewertet sind - für Händler ein Kaufanreiz. Die Aktien des US-Konzerns Vicuron Pharmaceuticals legten um fast 79 Prozent auf 28,21 Dollar zu, nachdem der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer den Kauf des Unternehmens ankündigte.

Pfizer-Papiere stiegen um 0,6 Prozent auf 28,60 Dollar. Titel von Integrated Circuit Systems gewannen 10,3 Prozent auf 21,77 Dollar. Das Technologieunternehmen wird vom Konkurrenten Integrated Device Technology übernommen. Zu den Verlierern zählten Aktien des Autoherstellers General Motors, die fast zwei Prozent auf 35,62 Dollar nachgaben. Analysten der Deutschen Bank hatten Befürchtungen geäußert, der Konzern könnte im Streit um die Kosten für die Gesundheitsvorsorge der Angestellten von der Gewerkschaft UAW weniger Zugeständnisse bekommen als angenommen.

Der Öl-Preis näherte sich der Grenze von 57 Dollar pro Barrel an, obwohl die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) am Vortag eine Anhebung der Förderquote um täglich 500.000 Barrel vereinbart hatte. In den USA bleibt der Bedarf an Treibstoff hoch. „Die Leute beobachten die Öl-Preise weiterhin sehr genau, denn sie tendieren schon wieder höher“, brachte es Analyst Mark Bronzo von Gartmore Separate Accounts LLC auf den Punkt. Im späten Handel kostete ein Barrel leichtes US-Öl 56,51 Dollar - rund einen Dollar mehr als am Vorabend. Von der Entwicklung profitieren konnten erwartungsgemäß die großen Öl-Unternehmen: Papiere vom Börsenschwergewicht Exxon Mobil etwa stiegen um fast 1,5 Prozent auf 60,12 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,37 Milliarden Aktien den Besitzer. 2270 Werte legten zu, 1051 gaben nach und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,82 Milliarden Aktien 1994 im Plus, 1034 im Minus und 167 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 11/32 auf 100-15/32. Sie rentierten mit 4,067 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 25/32 auf 115-18/32 und hatten eine Rendite von 4,361 Prozent.

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