Konjunkturoptimismus stützt Börse Tokio
Nikkei-Index gewinnt fast zwei Prozent

Konjunkturoptimismus und positive Vorgaben der Wall Street haben der Tokioter Börse Kursgewinne beschert. Auch die meisten übrigen asiatischen Aktienmärkte lagen im Plus.

HB SINGAPUR. Der Euro bewegte sich weiter in der Nähe seines Allzeithochs zum Dollar. Die US-Währung markierte ein Sieben-Monats-Tief zum Yen. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg mit 438,80 Dollar auf ein 16-Jahres-Hoch.

Zu den Kursgewinnern in Tokio gehörten insbesondereBanken- und Exportwerte. Die Aktien der Großbank Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) legten knapp vier Prozent zu, die Titel ihres Fusionspartners UFJ Holdings gewannen rund drei Prozent. Grund war Händlern zufolge ein Zeitungsbericht, wonach die beiden Banken ihre Kreditkartengeschäfte dem Marktführer in diesem Bereich, JCB Co., anbieten wollen. Die Aktien des Autoherstellers Toyota legten 1,46 Prozent zu, die Titel des Büromaschinen und Kameraherstellers Canon schlossen mit 1,48 Prozent im Plus. Händler zeigten sich auch erfreut von dem soliden Börsendebüt des Speicherchip-Herstellers Elpida Memory. Die Aktien des Börsenneulings verzeichneten bei der Erstnotiz einen Aufschlag von mehr als drei Prozent im Vergleich zu ihrem Ausgabepreis. „So lange die japanische Wirtschaft wächst und die US-Aktienmärkte steigen, sollten wir uns keine allzu großen Sorgen machen“, sagte Yasuo Yabe von Meiwa Securities.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 1,88 Prozent auf 11 227 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index zog um 1,76 Prozent an auf 1123 Zähler. Bereits am Freitag war der Nikkei-Index der Wall Street gefolgt und hatte zugelegt. Grund für die Kursgewinne an den Aktienmärkten war der sinkende Ölpreis gewesen. Am Montagmorgen sank der Preis für ein Barrel (=159 Liter) US-Öl auf ein Sieben-Wochen-Tief von 46,94 Dollar. Auch die übrigen asiatischen Aktienmärkte verbuchten zumeist Gewinne. Der Leitindex an der Börse in Hongkong tendierte mit 1,1 Prozent im Plus, in Südkorea schloss die Börse mit einem Plus von 0,76 Prozent. In Taiwan gaben die Aktien jedoch um 0,18 Prozent nach.

Hoher Euro-Kurs bereitet Sorgen

In New York hatte der Leitindex Dow Jones am Freitag um 0,66 Prozent fester bei 10 539 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,91 Prozent auf 1184 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,17 Prozent auf 2085 Punkte.

Der Euro wurde am Montag in Fernost mit 1,2973 Dollar gehandelt. In der Vorwoche war die Gemeinschaftswährung auf ein Rekordhoch von 1,3006 Dollar geklettert und hatte am Freitag im späten US-Geschäft rund 1,2975 Dollar gekostet. Zum Yen sank die US-Währung auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten bis auf 105,20 Yen. Der Dollar hatte bereits am Freitag nicht von positiven US-Konjunkturdaten profitieren können. Händlern zufolge belasteten Sorgen angesichts des hohen US-Leistungsbilanzdefizits den Dollar. Die anhaltende Stärke des Euro zum Dollar dürfte am Montag auch Thema beim Treffen der Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel sein. Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten sich vergangene Woche bereits verstärkt gegen zu starke Schwankungen am Devisenmarkt ausgesprochen. Es wird befürchtet, dass ein hoher Euro-Kurs die exportgetriebene Wirtschaftserholung dämpft.

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