Kräftige Kursbewegungen bei Oracle und PeopleSoft: US-Technologietitel massiv unter Druck

Kräftige Kursbewegungen bei Oracle und PeopleSoft
US-Technologietitel massiv unter Druck

Ein vorsichtiger Geschäftsausblick von Cisco hat am Mittwoch die US-Technologietitel massiv belastet und damit im Geschäftsverlauf auch die Standardwerte ins Minus gedrückt. Börsianern zufolge überlagerte der Cisco-Ausblick die überraschend starken Konjunkturdaten.

HB NEW YORK. Der Blue-Chip-Index Dow Jones verließ den Markt 0,33 Prozent niedriger mit rund 10 470 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,84 Prozent auf etwa 1 126 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 2,52 Prozent auf 2 014 Zähler ab.

Die Berichte der Unternehmen zum abgelaufenen Quartal liegen mittlerweile zum größten Teil vor. Die Investoren konzentrieren sich zunehmend auf Hinweise zu den Geschäftsperspektiven. Für einen herben Dämpfer sorgten daher Äußerungen von Cisco-Chef John Chambers. Dieser hatte gesagt, die Unternehmenschefs seien weiterhin ungewöhnlich vorsichtig bei Investitionen und Neueinstellungen.

Der weltgrößten Netzwerkausrüster gilt als Gradmesser für die Investitionsbereitschaft von Firmen und der öffentlichen Hand, da rund drei Viertel seiner Umsätze von diesen Kunden stammen. „Ich denke, Cisco war ein ziemlich großer Negativfaktor sowohl offenkundig für die Nasdaq als auch für den Gesamtmarkt“, kommentierte Robert Mikkelsen von The Advest Group das Handelsgeschehen. Cisco-Aktien rutschten um 8,82 Prozent auf 24,08 Dollar nach unten.

Für kräftige Kursbewegungen der betroffenen Papiere sorgte auch die deutlich verbesserte Übernahmeofferte des Softwarekonzerns Oracle für den Konkurrenten PeopleSoft. Demnach bietet Oracle nun 26 statt zuletzt 19,50 Dollar je PeopleSoft-Aktie, wodurch sich der Gesamtkaufpreis auf 9,4 Milliarden Dollar erhöhte. Oracle-Papiere reagierten mit einem Kursverlust von 4,6 Prozent auf 13,27 Dollar auf die Nachricht, PeopleSoft legten dagegen 3,7 Prozent auf 22,70 Dollar zu.

Die Nasdaq wurde außerdem belastet durch Kursverluste von Ciena-Papieren, die um gut 17,8 Prozent auf 5,99 Dollar einbrachen. Der Telekomausrüster hatte seine Umsatzprognose nach unten korrigiert.

Die Standardwerte hatten zunächst von besser als erwartet ausgefallenen Daten zur Entwicklung des Dienstleistungssektors und des Verarbeitenden Gewerbes in den USA profitiert. Im Verlauf des Handels schlossen sie sich jedoch der Talfahrt des Technologiesektors an. Der stark beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) war im Januar auf ein Rekordhoch geklettert und wies damit auf ein beschleunigtes Wachstum der Branche hin. Auch der Auftragseingang der Industrie legte im Dezember stärker zu als von Volkswirten vorausgesagt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,62 Milliarden Aktien den Besitzer. 895 Werte legten zu, 2362 gaben nach und 185 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,25 Milliarden Aktien 720 im Plus, 2487 im Minus und 124 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 5/32 auf 101 Punkte. Sie rentierten mit 4,120 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 5/32 auf 106-2/32 Zähler nach, wobei sich eine Rendite von 4,963 Prozent ergab.

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