K+S und Salzgitter gefragt
Dax kommt kaum vom Fleck

Der Deutsche Aktienindex hat am Montag bei moderaten Umsätzen leicht zugelegt und ist zeitweise sogar erneut über 5 100 Punkte geklettert. Bis zum Handelsschluss konnte der Leitindex diese Marke aber nicht halten. Nach dem Höhepunkt der Berichtssaison in der Vorwoche standen vor allem Werte aus der zweiten Reihe wie Salzgitter und K+S im Fokus.

HB FRANKFURT. Der Dax ging letztlich mit plus 0,03 Prozent bei 5092 Punkten aus dem Handel. Im Handelsverlauf hatte der Index ein Tageshoch bei 5106 Punkten markiert. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,34 Prozent auf 7016 Punkte. Der TecDaxX schloss mit einem leichten Zuwachs von 0,08 Prozent bei 581 Punkten.

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Nach Aussagen von Börsianern warten die Anleger auf einen klaren Trend. "Die Frage ist, bewegt sich der Dax in Richtung Jahreshoch, oder legt er nach den jüngsten Kursgewinnen eine Konsolidierung ein", sagte ein Händler. Die Einigung auf einen Koalitionsvertrag ließ die meisten Anleger kalt. "Die Mehrzahl der Dax-Unternehmen hat sich vom Binnenmarkt abgekoppelt. Daher finden die Beschlüsse keinen großen Niederschlag in den Kursen", sagte ein Händler. Außerdem sei vieles schon vorher durchgesickert. Die deutsche Wirtschaft sieht die Koalitionspläne von Union und SPD überwiegend kritisch und vermisst eindeutige Wachstumsimpulse. Stattdessen wird der Abbau weiterer Arbeitsplätze befürchtet.

Die Gewinnerliste im Dax führten die Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer an. "Das sind noch die Nachwirkungen der guten Geschäftszahlen von vergangener Woche", erklärte ein Händler das Kursplus von 1,8 Prozent. Ebenfalls gefragt waren die Papiere des Mischkonzerns Thyssen-Krupp, die sich um 0,8 Prozent verteuerten. "Thyssen-Krupp profitiert von den starken Quartalszahlen von Salzgitter", sagte ein Börsianer. Zu den größten Gewinnern bei den Standardwerte zählten mit einem Anstieg von 0,6 Prozent auch die Papiere des Handelsriesen Metro. Händler sprachen von einer technische Gegenreaktion auf die Verluste der vergangenen Wochen. Für Unterstützung sorge zudem das offenbar zunehmende Interesse der Investoren an dem Börsengang der Metro-Baumarkttochter Praktiker.

Die rote Laterne übernahm der Rückversicherer Münchener Rück, dessen Aktien 1,2 Prozent verloren. In den bisher ergebnislos verlaufenen Tarifverhandlungen für die 240 000 Beschäftigten der Versicherungsbranche droht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Arbeitgebern mit ersten Warnstreiks.

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