Kurseinbruch bei Kodak
Wall Street weiter auf Talfahrt

Die Wall Street hat am Donnerstag im Minus geschlossen. Uneinheitlich Wirtschaftsdaten verunsicherten und eine starke Dividendenkürzung des Fotokonzerns Eastman Kodak verunsicherten die Anleger. Der Abschwung der vergangenen Tage hat sich damit fortgesetzt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging um 0,87 % niedriger mit rund 9343 Punkten aus dem Markt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,61 % auf etwa 1003 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel sogar um 1,44 % auf rund 1817 Punkte.

Händlern zufolge erwarten die Anleger zwar weiterhin eine Belebung der Wirtschaft und bessere Unternehmensgewinne, doch wollten sie zunächst weitere Belege dafür sehen. „Ich glaube, weder auf der politischen noch auf der wirtschaftlichen Seite hat es irgendwelche richtungweisenden Nachrichten gegeben. Die Leute legen einfach eine Verschnaufpause ein“, sagte Peter Gottlieb vom Haus Gottlieb Investment Management Corp.

In den vergangenen Tagen hatte die Wall Street noch mit kräftigen Kursverlusten auf die jüngsten Einbußen des Dollar und die überraschende Förderdrosselung der Opec reagiert. Diese Nachrichten hätten den Investoren allerdings vor allem als willkommene Gelegenheit für Gewinnmitnahmen gedient, sagte Marktstratege Richard Nash von Victory Capital Management. „Aber wir glauben nicht, dass dies die Geschichte von der wirtschaftlichen Erholung und den verbesserten Unternehmensergebnissen beendet.“

Die vor Handelsbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten lieferten Analysten zufolge indes uneinheitliche Signale für die konjunkturelle Entwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft. Marktbeobachter warnten aber, aus diesen Zahlen voreilige Schlüsse zu ziehen. Wegen des Stromausfalls im vergangenen Monat und des Hurrikans „Isabel“ lieferten die Zahlen keine verlässliche Basis für die Beurteilung der Konjunkturentwicklung.

Als erfreulich werteten Experten, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche geringer ausgefallen sei als erwartet. Enttäuscht zeigten sich Volkswirte dagegen über den Auftragseingang für langlebige Güter im August, der überraschend zurückging.

Der Aktienkurs von Kodak gab deutlich nach. Die Titel verloren fast 18 % auf 22,15 Dollar und waren damit größter prozentualer Verlierer im Dow Jones. Der Konzern hatte eine Dividendensenkung um 70 % auf 50 Cent je Aktie angekündigt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Mrd. Aktien den Besitzer. 1113 Werte legten zu, 2114 gaben nach und 166 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,00 Mrd. Aktien 846 im Plus, 2358 im Minus und elf unverändert. An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 11/32 auf 101-8/32 Punkte, womit sich eine Rendite von 4,094 % ergab. Die 30-jährigen Bonds legten 17/32 auf 105-19/32 Zähler zu. Die Rendite stellte sich auf 4,997 %.

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