Kursgewinne in Schanghai
Asiens Börsen uneinheitlich

Nach negativen Vorgaben aus Europa und den USA haben die asiatischen Börsen am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. In Japan stabilisierte sich der Markt nach anfänglichen Kursverlusten zwar wieder, doch zählten dort erneut vor allem die Titel von exportorientierten Unternehmen zu den Verlierern.

HB SINGAPUR. Der Euro gab in Fernost zum Dollar zeitweise nach, was Experten auf Unsicherheit über die weitere Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückführten. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent verharrte wegen der Spannungen zwischen der Türkei und dem Irak bei deutlich über 71 Dollar pro Barrel.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 18 053 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index ging ebenfalls ohne große Veränderung bei 1 779 Zählern aus dem Handel. Die Börsen in Taiwan und Südkorea verbuchten deutliche Kursgewinne, während die Aktienmärkte in Singapur und Hongkong im Minus lagen. Die Börse in Schanghai lag im späten Handel bei rund 1,6 Prozent im Plus bei 3 834 Punkten.

In den vergangenen Tagen hatte es dort kräftige Schwankungen gegeben, nachdem vor allem Kleinanleger ihre Papiere aus Sorge vor einer Überhitzung des Marktes abgestoßen hatten. Mit Blick auf die überwiegend verhaltene Stimmung an den Aktienmärkten weltweit verwiesen Experten auf Zinssorgen. „Es ist unumgänglich, dass japanische und andere Aktien weltweit unter Druck geraten, da in einigen Teilen der Welt steigende Zinsen erwartet werden“, sagte etwa Tsuyoshi Segawa von Shinko Securities. Am Mittwoch hatte die EZB ihre Zinsen erhöht. Zudem dämpfte US-Notenbankchef Ben Bernanke in dieser Woche Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung in der weltgrößten Volkswirtschaft.

In Tokio verzeichneten Aktien des Elektronikkonzerns Sony Verluste von gut einem Prozent. Dagegen interessierten sich viele Anleger für Anteilsscheine des Schiffbauers und Schwermaschinenherstellers Hitachi Zosen, die um mehr als zehn Prozent in die Höhe schossen. Experten schreiben dem Unternehmen starke Gewinnaussichten zu.

Der Euro wurde in Asien zeitweise mit 1,3497 Dollar bewertet nach 1,3501 Dollar in den USA, erholte sich im Verlauf aber wieder etwas auf 1,3509 Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Dollar mit 121,34 Yen gehandelt nach 121,05 Yen im späten New Yorker Handel.

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