Kursrutsch an der Börse
Dax sackt nachbörslich unter 10.000 Punkte

Eine schlechte Börsenwoche hat sich am späten Abend noch weiter eingetrübt. Die deutlichen Kursverluste an den US-Börsen drücken im außerbörslichen Handel deutsche Titel noch weiter ins Minus.
  • 0

DüsseldorfDer Deutsche Aktienindex (Dax) ist zum Wochenende das erste Mal seit Januar wieder auf einen vierstelligen Wert zurückgefallen. Im nachbörslichen Handel lag das wichtigste deutsche Börsenbarometer gegen 21.15 Uhr bei mehreren Anbietern bei 9990 Punkten.

Bereits den regulären Handel hatte der Dax mit einem deutlichen Minus von 2,95 Prozent bei 10124 Punkten beendet. In der abgelaufenen Handelswoche büßte er damit fast acht Prozent ein. Vor allem Misstrauen in die Verfassung der chinesischen Wirtschaft macht die Anleger weltweit nervös.

Die Umsätze im außerbörslichen Handel sind gering und die Entwicklung deckt sich daher nicht immer mit der Entwicklung im regulären Börsengeschäft. Die Werte können aber zumindest eine Indikation geben.

Der Grund für weitere Rückschläge war am Freitagabend in der Entwicklung der amerikanischen Börsen zu suchen. Kursverluste in New York verschärften auch die Entwicklung in Europa.

Der US-Index Dow Jones lag etwa eine Stunde vor Handelsschluss über 2,5 Prozent im Minus bei 16.550 Punkten. Der Index der größten 30 amerikanischen Unternehmen hat damit deutlich mehr als 1000 Punkte innerhalb einer Handelswoche verloren.

Der Euro-Stoxx-50 hatte im Handel am Freitag 2,7 Prozent eingebüßt und schloss bei 3261 Zählern. In Frankfurt musste die zweite Reihe ebenfalls Federn lassen. Die Nebenwerte im MDax kamen mit 19.460 Punkten auf einen Abschlag von 2,1 Prozent. Der TecDax gab noch kräftiger nach, wie es für die volatilen Technologietitel typisch ist. Er notierte 3,1 Prozent niedriger bei 1634 Zählern.

Die größten Verlierer im Dax waren am Freitag Lufthansa-Papiere mit einem Rückgang von 5,7 Prozent im regulären Handel. Analysten der Investmentbank Goldman Sachs hatten die Aktie auf "Sell" (Verkaufen) eingestuft. Abwärts ging es auch für die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius (minus 5,3 Prozent).

Alle weiteren 28 Dax-Titel gingen ebenfalls mit Verlusten aus dem Handel. Der Chemiekonzern Henkel büßte mit minus 0,4 Prozent noch am wenigsten ein. Allerdings hat der Wert bereits in den vergangenen Tagen deutlich gelitten und ist von 112 Euro in den erste August-Tagen auf jetzt 93,08 Euro gefallen.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Kursrutsch an der Börse: Dax sackt nachbörslich unter 10.000 Punkte"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%