Kurssprung bei Colgate wegen Massenentlassungen
Starke Kursverluste an der Wall Street

Kursrückgänge bei Aktien von Energieunternehmen nach fallenden Ölpreisen haben am Dienstag an den US-Börsen für Verluste gesorgt. Aktien der Ölkonzerne Exxon Mobil und Chevron-Texaco verloren mehr als ein Prozent.

HB NEW YORK. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl sank auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten. Das Barrel notierte 1,53 Dollar niedriger bei 41,45 Dollar. Der Dow-Jones-Index verlor ein Prozent und schloss bei 10 440 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq gab um 1,7 Prozent auf 2114 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte bei 1177 Zählern 1,1 Prozent im Minus.

Zu Handelsbeginn hatten die Werte noch kaum verändert notiert. Händler berichteten jedoch von computergestützten technischen Reaktionen an den Derivatemärkten. „Das ist es, was passiert, wenn es kein wirkliches Thema gibt, niemand ist besonders aktiv, niemand besonders passiv, und dann kommt so ein Verkaufsprogramm und die Hölle bricht los“, sagte Larry Wachtel von Wachovia Securities.

Dämpfend auf die Stimmung wirkten auch die Zahlen für die Produktivität der US-Wirtschaft. Diese wuchs im dritten Quartal langsamer als angenommen. Außerdem berichtete Redbook Research von erneut enttäuschenden Umsatzzahlen im US-Einzelhandel nach dem Thanksgiving-Feiertag.

Guidant-Aktie gewinnt mehr als fünf Prozent

Zu den Verlierern gehörten Aktien des US-Konsumgüter- und Pharmakonzerns Johnson & Johnson (J&J). Die Aktie reagierte auf Berichte, das Unternehmen verhandele über die Übernahme des Medizingeräteherstellers Guidant. In mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen war von einem Volumen in Höhe von mehr als 24 Milliarden Dollar die Rede. J&J-Aktien gaben daraufhin 2,3 Prozent auf 60,41 Dollar nach. Guidant-Titel dagegen zogen um mehr als fünf Prozent auf 72,35 Dollar an. Zu den Gewinnern gehörten Aktien des Konsumgüterkonzerns Colgate-Palmolive, die mehr als acht Prozent auf 50,07 Dollar zulegen konnten. Die Börsianer honorierten damit die Ankündigung des Unternehmens, in den nächsten vier Jahren zwölf Prozent von derzeit 37 000 Arbeitsplätzen abzubauen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,53 Milliarden Aktien den Besitzer. 785 Werte legten zu, 2526 gaben nach und 158 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,62 Milliarden Aktien 794 im Plus, 2367 im Minus und 131 unverändert.

An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen bei 100-05/32. Sie rentierten mit 4,23 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 1/32 auf 107-1/32 und hatten eine Rendite von 4,894 Prozent.

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