Kurz vor Berichtssaison
Wall Street optimistisch

Kurz vor der Berichtssaison sind die Anleger an der Wall Street verhalten optimistisch. Einerseits lässt die jüngste Leitzinssenkung auf steigende Kurse hoffen. Andererseits besteht noch immer die Sorge, die Finanzkrise könne auf die Gesamtwirtschaft durchschlagen.

HB NEW YORK. Nach der jüngsten Aufwärtstrend an der Wall Street in Folge der US-Leitzinssenkung hoffen die Anleger auf eine Fortsetzung der Rally in der kommenden Woche. Nach der Euphorie der vergangenen Woche rückt dabei erneut ins Blickfeld, ob die US-Finanz- und Immobilienkrise, die die Fed zur Zinssenkung bewog, auf die Gesamtwirtschaft durchgeschlagen hat. Aufschluss darüber erhoffen sich die Anleger dazu sowohl durch Konjunkturdaten, als auch von möglichen Gewinnwarnungen kurz vor Beginn der Berichtssaison für das dritte Quartal.

In der vergangenen Woche hatten die Börsen auf die überraschend deutliche Leitzinssenkung durch die US-Notenbank mit einem wahren Kursfeuerwerk reagiert. Am Freitag hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,39 Prozent höher bei 13 820 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500 legte rund 0,46 Prozent auf 1 525 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verzeichnete ein Plus von 0,64 Prozent auf 2671 Punkte. Im Wochenverlauf gewannen der Dow und der S&P jeweils 2,8 Prozent und der Nasdaq 2,7 Prozent.

Bereits in den vergangenen Wochen bereiten den Investoren allerdings die Rekordpreise bei Öl und Gold sowie die Dollar-Schwäche Kopfzerbrechen: Der Ölpreis übersprang die 80-Dollar-Marke, während der Dollar gegenüber dem Euro auf ein Rekordtief sank. Der Goldpreis kletterte auf den höchsten Stand seit 1980. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzten, werden sich die Kursgewinne nach Ansicht von Analysten bis zum Beginn der Berichtssaison Anfang Oktober in Grenzen halten.

Zudem könnten neue Zahlen zum Verbrauchervertrauen im September am Dienstag für Ernüchterung sorgen. Von Reuters befragte Analysten prognostizieren einen Rückgang auf 104,0 Punkte von 105,0 Punkten im August. "Jetzt, wo der Arbeitsmarkt erste Schwächen offenbart, wollen wir sehen, dass der Verbraucher nicht die Klippe hinabstürzt", sagte John Praveen von Prudential International Investments Advisers LCC in Newark, New Jersey. Am Freitag sollen der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und der Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan den Investoren helfen, sich ein Bild von der konjunkturellen Lage zu machen. Zur Situation auf dem US-Häusermarkt werden am Dienstag und Donnerstag neue Daten erwartet.

Auch zwei große Hausbaufirmen legen in der kommenden Woche Zahlen vor: die Nummer Zwei der Branche, Lennar, berichtet am Dienstag, am Donnerstag veröffentlicht die Nummer fünf der Branche, KB Home, ihre jüngsten Ergebnisse.

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