Langes Wochende wegen Unabhängigkeitstag
Schwacher Arbeitsmarkt belastet Wall Street

Die US-Börsen haben am Donnerstag schwächer geschlossen, nachdem überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten Zweifel an einer schnellen Erholung der US-Wirtschaft geweckt hatten. Auch schwache Gewinnprognosen von Unternehmen trübten Händlern zufolge die Stimmung.

rtr NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag zum Schluss um 0,79 Prozent im Minus auf 9070 Punkten. Der breiter gefasste S&P-Index gab 0,81 Prozent auf 986 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,91 Prozent auf 1663 Punkte. Die Indizes lagen allerdings höher als zum Ende der Vorwoche. Seit Wochenbeginn stieg der Dow um 0,9 Prozent, der S&P um ein Prozent und der Nasdaq um 2,35 Prozent. Die Donnerstagssitzung endete bereits um 19.00 Uhr (MESZ) und damit drei Stunden früher als üblich. Am US-Unabhängigkeitstag am Freitag sind die Börsen geschlossen.

Die US-Arbeitslosenquote stieg im Juni unerwartet stark auf den höchsten Stand seit mehr als neun Jahren. Zugleich ging die Zahl der Beschäftigten überraschend weiter zurück. Analysten sprachen von durchweg enttäuschenden Zahlen, die Hoffnungen auf eine rasche Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft dämpften. Der US-Dienstleistungssektor zeigte allerdings eine überraschend starke Belebung im Juni. Der ISM-Service-Index weist sogar nach knapp einem halben Jahr wieder auf einen leichten Stellenzuwachs im Dienstleistungssektor hin.

Die Stimmung am Markt wurde Händlern zufolge von einigen ungünstigen Unternehmensnachrichten getrübt. So teilten der Softwarekonzern Siebel Systems, das Biotechnologieunternehmen Boston Scientific und die Konsumelektronik-Handelskette Tweeter Entertainment mit, ihre Ergebnisse würden die Analysten-Prognosen nicht erreichen.

Die Arbeitsmarktdaten seien nur zum Teil für die Kursrückgänge verantwortlich, sagte ein Aktienhändler. Es habe eine Reihe von negativen Unternehmensmitteilungen gegeben. „Es kam zu einer Pause bei der Annahme, dass wir in der zweiten Hälfte des Jahres eine Erholung haben werden. Wir starten nur die Vorbericht-Saison und die Leute werden nervös“, sagte der Händler.

Hoffnungen auf eine rasche wirtschaftliche Belebung hatten der Wall Street in den vergangenen dreieinhalb Monaten zu kräftigen Kursgewinnen verholfen. Zahlreiche Börsianer befürchten jedoch, dass die anstehenden Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten nicht stark genug sein werden, um den Markt auf dem aktuellen Niveau zu stützen.

An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 760 Millionen Aktien den Besitzer. 1224 Werte legten zu, 1890 gaben nach und 213 waren unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 946 Millionen Aktien 1273 Werte im Plus, 1680 im Minus und vier unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen 31/32 auf 99-24/32 Punkte nach und rentierten mit 3,655 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 1-25/32 auf 110-17/32 Zähler. Sie rentierten mit 4,691 Prozent.

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