Lissabon und Athen: Griechischer Spar-Wille sorgt für Plus in Krisenländern

Lissabon und Athen
Griechischer Spar-Wille sorgt für Plus in Krisenländern

Das Spar-Votum aus Griechenland beflügelt nicht nur den Athener Aktienmarkt. Auch Portugals Börsen sind nach dem Hellas-Entscheid im Plus: Die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen gingen auf 12,349 Prozent zurück.
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FrankfurtDie Zustimmung des griechischen Parlamentes zu den Sparauflagen hat dem dortigen Aktienmarkt zu kräftigen Kursgewinnen verholfen. Der Leitindex ATG kletterte bei überdurchschnittlichen Umsätzen um 5,4 Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 840,09 Punkten. Der griechische Bankenindex schoss sogar knapp zwölf Prozent in die Höhe und sein pan-europäisches Pendant gewann in der Spitze zwei Prozent.

„Die Leute waren dabei, die Geduld mit Griechenland zu verlieren“, sagte Markus Huber, Chef-Händler von ETX Capital. „Zum Schluss haben sich die Griechen aber zusammengerauft und dies ist definitiv positiv.

Mit Erleichterung haben auch Anleger an den portugiesischen Börsen auf das griechische „Ja“ zum Sparpaket reagiert. Die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen des ebenfalls hoch verschuldeten Euro-Landes gingen auf 12,349 Prozent zurück. Damit lagen sie erstmals wieder unter dem Niveau vom 13. Januar, als die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) in einem Rundumschlag mehrere Euro-Staaten herabgestuft hatte. Portugal gilt nach Griechenland als zweiter Wackelkandidat der Euro-Zone.

Der Leitindex der Lissaboner Aktienbörse legte am Montag 1,1 Prozent auf 5683,90 Punkte zu. Damit hinkt er aber weiterhin den meisten anderen europäischen Handelsplätzen hinterher. Der PSI20 notiert derzeit knapp vier Prozent über dem Niveau vor der Herabstufungswelle. Der Mailänder Leitindex gewann in den vergangenen Wochen knapp zehn Prozent und damit ähnlich viel wie der Dax hinzu, obwohl Italien im Januar ebenfalls herabgestuft worden war.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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