Lufthansa-Aktie einer der größten Gewinner
Dax schließt über 3 800 Punkten

Der Deutsche Aktienindex hat am Donnerstag seine Erholung von den Abschlägen der vergangenen Wochen fortgesetzt und oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 3 800 Punkten geschlossen. Doch Händler sehen darin nur ein Strohfeuer und erwarten schon bald wieder Kursabschläge. Im Mittelpunkt standen nach dem Schumacher-Rücktritt die Aktien von Infineon.

HB FRANKFURT. "Der Markt war überverkauft", erklärte Händler Ascan Iredi von der Postbank den ersten Anstieg des Deutschen Aktienindexes seit mehr als einer Woche. "Ich glaube aber kaum, dass es jetzt so weitergehen wird, denn die Luft nach oben ist derzeit recht dünn." In den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerieten im späten Handel die Aktien des Halbleiter-Herstellers Infineon, nachdem das Unternehmen überraschend den Rücktritt von Vorstandschef Ulrich Schumacher bekannt gegeben hatte.

Der Dax beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 2,3 % bei 3812 Punkten. Im Fahrwasser weiter steigender Kurse an der Wall Street kletterte der L-Dax im späten Handel weiter bis auf auf 3832 Punkte. "Das war eine technische Erholung", sagte Marktanalyst Giuseppe Amato vom Broker Lang & Schwarz. "Bald dürften aber wieder Verkäufe die Entwicklung prägen."

Der L-MDax endete bei 4679 Punkten und legte im Vergleich zum Xetra-Schluss noch etwas zu. Die mittelgroßen Werte waren um 2,32 % auf 4672 Zähler gestiegen. Der TecDax beendete den Abendhandel bei 582 Zählern und baute damit das auf Xetra-Basis realisierte Plus von 3,82 % auf 579 Punkte aus.

Eine hohe Volatilität legten die Aktien von Infineon an den Tag, nachdem das Unternehmen die Finanzmärkte mit der Ablösung von Vorstandschef Schumacher überraschte. Der weltweit sechstgrößte Halbleiter-Hersteller gab dabei zunächst keine Gründe an. "Das lässt Raum für die verschiedensten Gerüchte", sagte ein Händler in Frankfurt. "Es ist noch völlig offen, was dahinter steckt. Auf jeden Fall verheißt es meist nichts Gutes, wenn ein Unternehmenschef ohne Vorankündigung von heute auf morgen seinen Posten niederlegt."

Das Unternehmen selbst dementierte Marktgerüchte über angebliche Bilanzunregelmäßigkeiten. Offenbar standen vielmehr Differenzen über die Strategie des Konzerns hinter der Abwahl Schumachers im Aufsichtsrat. Schumacher habe unter anderem weitere Restrukturierungs- und Verlagerungspläne ins Auge gefasst. Die Gewerkschaft IG Metall erklärte Unstimmigkeiten über die Strategie zum Hauptgrund für die Entscheidung. Über den gesamten Tag schwankten die Infineon-Papiere zwischen 10,76 und 11,53 ?. Schließlich beendeten sie den Handel bei 11,02 ? - ein Abschlag von 1,2 %.

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