Lufthansa-Aktien führen Dax-Gewinnerliste an
Enttäuschende Wall Street drückt Dax

In den vergangenen 24 Stunden gab es eine Bewegung aus den vermeintlich sicheren Häfen Gold und Renten zurück in Aktienwerte. Doch eine enttäuschende Wall Street drückte den Dax zu guter Letzt ins Minus.

HB FRANKFURT. Die fortgesetzte Entspannung an den Ölmärkten hat am Dienstag den deutschen Aktien nur zeitweilig spürbaren Auftrieb gegeben. Nach dem enttäuschenden Geschäftsverlauf an der Wall Street gaben die Standardwerte ihre Gewinne wieder weitgehend ab.

Der Deutsche Aktienindex (Dax), der zeitweise um 0,7 Prozent gestiegen und bis auf wenige Stellen hinter dem Komma an die psychologisch wichtige 3800er Marke herangekommen war, fiel bis Xetra-Handelsschluss auf sein Vortagesschlussniveau zurück und ging mit einem leichten Abschlag von 1,14 Punkten oder 0,03 Prozent auf 3771 Punkten aus dem Xetra-Handel.

An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Composite-Index bis zum Handelsschluss in Europa um 0,35 Prozent auf 1832 Punkte. Zunächst hatte der Index noch 0,6 Prozent zugelegt. Der Dow-Jones-Index, der zunächst noch um 0,7 Prozent gestiegen war, bröckelte auf ein relativ mageres Plus von 0,22 Prozent ab.

Der MDax behauptete dagegen sein Plus von 0,3 Prozent, während der TecDax der Vorgabe der Nasdaq folgte und 0,4 Prozent an Wert verlor.

„Der rückläufige Ölpreis unterstützt die Kurse, allerdings sind die Handelsumsätze bei der ansonsten dünnen Nachrichtenlage ziemlich gering“, sagte Aktienstratege Klaus Stabel von ICF Kursmakler. Im späten Geschäft trübten ungewöhnlich stark gesunkene Daten vom US- Immobilienmarkt die Stimmung leicht ein.

Lufthansa-Titel profitierten von dem sinkenden Ölpreis und setzten sich mit plus 2,36 Prozent auf 9,56 Euro an die Dax-Spitze. Auch Autowerte waren gefragt. Neben dem niedrigeren Ölpreis und einer Stabilisierung des US-Dollar im Vergleich zum Euro sende auch die absehbar harte Gangart der Volkswagen-Führung gegenüber den Gewerkschaften ein positives Signal aus, hieß es im Handel. VW- Aktien stiegen um 1,10 Prozent auf 32,11 Euro. Daimler Chrysler- Papiere verteuerten sich um 0,35 Prozent auf 33,96 Euro, während BMW um 0,80 Prozent auf 34,14 Euro anzogen.

Die Anteilsscheine von Infineon gaben ungeachtet guter Nachrichten um 0,71 Prozent auf 8,43 Euro nach. Der Chipkonzern ist für die weltweite Halbleiter-Branche inzwischen optimistischer gestimmt als im April und erwartet nach eigenen Aussagen ein Wachstum von mindestens 22 Prozent. „Wir gehen nun von einem noch höheren Zuwachs für den weltweiten Halbleitermarkt aus“, sagte ein Sprecher des Münchner Konzerns auf Anfrage.

Am deutschen Rentenmarkt legte die Umlaufrendite auf 3,82 (Montag: 3,80) Prozent leicht zu. Der Rentenindex Rex sank um 0,12 Prozent auf 118,27 Punkte. Der Bund Future fiel um 0,10 Prozent auf 115,25 Zähler. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro auf 1,2139 (Montag: 1,2250) Dollar erneut niedriger fest. Der Dollar kostete damit 0,8238 (0,8163) Euro.

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