Märkte Asien
Chipwerte belasten Tokios Börse

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag leichter geschlossen. Der Markt sei vom Warten auf die US-Arbeitsmarktdaten für Oktober am Freitag bestimmt gewesen und von leicht negativen Vorgaben der US-Börsen, berichteten Beobachter. Schwach waren vor allem die Chipwerte, während sich eine andere Branche weiter erholte.

HB TOKIO. Der Nikkei 225 gab um 0,6% bzw 107 Punkte nach auf 17 093, während der Topix 0,5% bzw 8 Zähler tiefer mit 1 656 aus dem Tag ging. Nach den jüngsten Kursavancen sei es auch zu Gewinnmitnahmen gekommen und der Nikkei-Index liege im Bereich 17 000 bis 17 200 Punkte in einem Widerstandsbereich. Für Kaufzurückhaltung habe auch das bevorstehende verlängerte Wochenende in Japan wegen des „Tag des Sports“ am Montag gesorgt.

Händlern zufolge schnitten binnennachfragesensitive Titel besser ab als der breite Markt, ebenso Nebenwerte. Bankenaktien profitierten von der sich weiter aufhellenden Stimmung für den Sektor an den Märkten in Europa und den USA, nachdem sie in den vergangenen Wochen am stärksten unter den Auswirkungen der US-Hyopthekenkrise gelitten hatten. Viele Papiere des Sektors dürften sich bis in die Nähe ihrer Niveaus von vor Ausbruch der Krise erholen, äußerte sich ein Analyst von Morgan Stanley zuversichtlich.

Andere Stimmen wollten sich dem freilich nicht anschließen und warnten, nur weil sich der Nebel etwas gelichtet habe, sei er noch nicht verschwunden. Noch gebe es von vielen Häusern keine aktualisierten Ausblicke. Mizuho Financial Group legten um 1,7% auf 703 000 JPY zu und Mitsubishi UFJ Financial Group um 1,1% auf 1.171 JPY.

Die schwachen Vorgaben aus den USA für Halbleiterwerte insbesondere von Micron Technology sorgten auch in Tokio bei vielen Aktien der Branche für Einbußen. Allerdings hätten auch hier Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt, hieß es. Was die Kurse hier belaste seien Sorgen über das Ausmaß der konjunkturellen Verlangsamung in den USA, so ein Marktexperte.

Ibiden verloren 3,4% auf 8.760 JPY und Kyocera 2,1% auf 10.630 JPY. Advantest ermäßigten sich um 0,8% auf 3.670 JPY. Sumitomo Metal Mining profitierten nur vorübergehend von einem Anstieg des Kupferpreises vor dem Hintergrund eines Streiks in Minen und Raffinerien in Südafrika. Am Ende des Handels lag die Aktie bei unverändert 2.795 JPY.

Chiyoda kamen um 1,2% auf 1.650 JPY zurück nach einem Bericht, der Schuh-Einzelhändler werde für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres einen Vorsteuernettogewinnrückgang melden. Zu den wertmäßig am stärksten gehandelten Papieren gehörten IHI mit +3,8% auf 303 JPY, nachdem sie auch am Vortag bereits deutlich um 11% zugelegt hatten. Die Aktie erholte sich damit weiter von ihrem Kurseinbruch im Anschluss an eine massive Ausblicksenkung des Unternehmens zuvor.

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