Märkte Asien
Zinssorgen belasten Chinas Börsen

Die Kriegsgefahr in Nordkorea lässt die Märkte inzwischen wieder kalt - dafür belasten die Aussichten in der chinesischen Zinspolitik die Kurse. Denn Peking bekommt die Inflation nicht in den Griff.
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HB PEKING. Die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen sind mit Verlusten in die Woche gestartet. Grund sind fortgesetzte Sorgen um die Unternehmensgewinne, wenn Peking mit einer strafferen Geldpolitik Ernst macht. Um die Inflation von 4,4 Prozent zu bekämpfen, will die Zentralbank in den kommenden Monaten Liquidität abschöpfen, die sie zur Krisenbekämpfung in den Markt gegeben hatte.

Der chinesische Leitindes Shanghai Composite rutschte um 0,5 Prozent auf 2 856 Punkte. Der marktbreite CSI-300-Index für die Börsen in Shanghai und Shenzhen gab 0,6 Prozent auf 3 175 Punkte nach. In Hongkong hielt sich der Hang-Seng-Index mit 22 890 Punkten in etwa auf Freitagsniveau. Nach Ansicht von Analysten wirken die Nachrichten zu einem Rettungsprogramm in Irland eher stützend - doch die Unsicherheit wegen der Geldpolitik überwiegen.

In Japan freuten sich die Anleger dagegen über einen weiterhin schwächeren Yen. Der Nikkei-Index legte um 0,9 Prozent auf 10125 Zähler zu. "Die Leute machen sich weniger Sorgen, dass die Unternehmen ihre Gewinnaussichten herunterschrauben müssen", sagt ein Analyst von Mizuho Securities.

Finn-Robert Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk
Handelsblatt / Korrespondent Peking

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