Märkte in Asien uneinheitlich
Börse Tokio gibt nach

Die Tokioter Börse hat knapp im Minus geschlossen. Allgemein boten die asiatischen Märkte ein uneinheitliches Bild. Der Euro und der Yen stiegen etwas zum Dollar.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 0,16 Prozent niedriger bei 11.582 Punkten. Der breiter gefasste TOPIX-Index verlor 0,26 Prozent auf 1161 Zähler. Die Börsen in Taiwan und Hongkong lagen im Minus, während die Märkte in Singapur und Südkorea zulegten. Die US-Börsen hatten am Vortag kaum verändert geschlossen.

Wegen des gestiegenen Ölpreises legten in Tokio insbesondere die Titel von Energieunternehmen zu. Aktien des größten Raffinerie-Betreibers Nippon Oil schlossen 1,5 Prozent im Plus. Der Öl-Produzent AOC Holdings gewann mit 5,76 Prozent auf 1396 Yen noch deutlicher. Der Öl-Preis stieg über 48 Dollar je Barrel wegen Befürchtungen, die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) könne im Frühjahr ihre Produktion drosseln. Begrenzt wurden die Gewinne Händlern zufolge jedoch durch Verkäufe von Stahl- und Immobilientiteln.

Insgesamt blieb die Stimmung am Tokioter Markt jedoch positiv: „Die Käufe durch Ausländer, besonders aus dem Nahen Osten und Europa, stützten den Markt etwas und erhöhen die Liquidität“, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. „Sie wetten darauf, dass Japan einer der vielversprechendsten Märkte ist, denn der Ausblick für die Wirtschaft ist relativ gut.“ Am Vortag hatte die Regierung Zahlen vorgelegt, wonach die japanische Wirtschaft Ende 2004 erneut in eine Rezession geraten war. Analysten verwiesen jedoch darauf, dass nach dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal des vergangenen Jahres nun wieder mit einem Wachstum gerechnet werde. Der Dollar notierte zum Euro bei Kursen um 1,3045 Dollar nach 1,3028 Dollar zu Handelsschluss in New York. Zum Yen lag die US-Währung ebenfalls schwächer bei 105,26 Yen nach 105,42 Yen im späten US-Handel.

Nach den konjunkturoptimistischen Äußerungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan hatte der Dollar am Vortag zunächst Gewinne verbucht. Greenspans Rede vor dem Bankenausschuss des US-Senats war als Andeutung weiterer Zinserhöhungen gewertet worden. Analysten verwiesen jedoch später unter anderem darauf, dass Greenspan keinen Zeitrahmen für Zinserhöhungen genannt habe. „Greenspan hat in seiner Rede nichts Neues angeboten, so dass diese keine großen Auswirkungen auf den Markt hatte“, sagte Hideaki Furumaya von der Trust and Custody Services Bank.

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