Märkte Japan
Tokioter Börse schaut auf freundliche Woche zurück

Beruhigende Worte des US-Notenbankchefs Ben Bernanke zur Inflationsentwicklung haben die Zinsängste an Asiens Börsen gedämpft und für Gewinne gesorgt. Der Markt in Tokio schloss am Freitag mit dem ersten Wochengewinn seit eineinhalb Monaten.

HB SINGAPUR. Der Euro legte leicht zu auf 1,2644 Dollar. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl stieg erneut und hielt sich über 70 Dollar je Barrel.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,82 Prozent fester bei 14 879 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte bis Handelsschluss 3,28 Prozent auf 1534 Zähler zu. Die Indizes folgte damit den Vorgaben aus den USA vom Vorabend. Dort beendeten die Börsen den Handel ebenfalls mit kräftigen Gewinnen. Der Dow-Jones-Index schloss 1,83 Prozent fester bei 11 015 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 2,12 Prozent auf 1256 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq stieg um 2,79 Prozent auf 2144 Zähler.

Als Hauptgrund sahen Analysten die vergleichsweise zurückhaltenden Worte von Notenbank-Chef Ben Bernanke zur Inflation, die eine Furcht vor einer kräftigen Zinserhöhung der Fed dämpften. In Tokio komme es darüber hinaus zu einer technischen Korrektur, sagte Analyst Kenji Kobata von Ace Securities. „Der Markt ist auf ein Niveau gefallen, bei dem es Zeit ist für eine technische Erholung.“ Er warnte zugleich, dass der Trend nach oben durch Sorgen über mögliche Zinserhöhungen in Japan begrenzt werden könnte. Eine Reuters-Umfrage vom Freitag zeigte, dass die japanischen Finanzmärkte immer noch mit einem Ende der Null-Zins-Politik der Bank von Japan ab Juli rechneten.

Zu den Gewinnern zählten vor allem Werte, die besonders unter den jüngsten Verkäufen gelitten hatten. Die Aktie von Canon stieg um knapp drei Prozent, das Papier des Autobauers Toyota kletterte um mehr als 3,7 Prozent.

Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapurlegten die Kurse überwiegend zu. Im fernöstlichen Devisenhandel lag der Dollar zum Yen bei 114,69 Yen und damit quasi unverändert zu seiner letzten US-Notiz.

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