Märkte Osteuropa
Ungarns Index stürzt ab

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Montag deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Die Börse in Budapest verbuchte das größte Minus, Prag büßte am wenigsten ein.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Montag deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Die Börse in Budapest verbuchte das größte Minus, Prag büßte am wenigsten ein. Händler verwiesen auf das schwache europäische Börsenumfeld, das auch die osteuropäischen Börsen zu Wochenbeginn unter Druck gebracht habe.

KNF leitet in Polen Untersuchungen um Bank Zachodni ein

In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,97 Prozent auf 2 616,18 Punkte, der breiter gefasste Wig-Index verlor 0,78 Prozent auf 45 284,42 Zähler. Einem Bericht des Nachrichtenblatts "Gazeta Prawna" zufolge hat die polnische Finanzaufsichtsbehörde KNF Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Bank Zachodni durch die Allied Irish Banks (AIB) an die Banco Santander eingeleitet. Bank Zachodni schlossen mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 211 Zloty. Nach einem positiven Analystenkommentar legten Emperia Holding 1,0 Prozent auf 98 Zloty zu. Die Experten der Citigroup bewerteten die Titel des Lebensmittel- und Haushaltswarenkonzerns in einer Neueinstufung mit "Hold". State Oil Co. of Azerbaijan gab unterdessen bekannt, ein Angebot für den Anteil der polnischen Regierung am Ölkonzern Grupa Lotos abgeben zu wollen, so die Zeitung "Parkiet". Der Anteil beläuft sich derzeit auf 53,2 Prozent. Grupa Lotos verbesserten sich um 0,6 Prozent auf 31,48 Zloty. Angesichts eines schwachen europäischen Börsenumfelds schlossen die Schwergewichte an der Warschauer Börse einheitlich schwach. Unter den Banken verbilligten sich PKO Bank um 1,9 Prozent auf 42,4 Zloty und Bank Pekao um 0,8 Prozent auf 177,5 Zloty. Desweiteren schlossen Kghm Polska Miedz mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 135,3 Zloty und Polski Koncern Naftowy Orlen büßten 1,9 Prozent auf 43,6 Zloty ein.

Richter Gedeon Nach Kreditaufnahme iN Ungarn schwach

In Budapest rutschte der Leitindex Bux um 2,61 Prozent auf 20 221,37 Zähler ab. Der Pharmakonzern Richter Gedeon hat einen Kredit über 150 Mill. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren aufgenommen, um seine operativen Ziele erreichen zu können. Die Aktie schloss um 1,61 Prozent tiefer bei 42 000 Forint. Magyar Olay es Gazipari (Mol) schlossen um 2,93 Prozent tiefer bei 18 250 Forint. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) nahmen zwar ihr Kursziel von 22 600 auf 22 480 Forint zurück, erhöhten aber das Anlagevotum von "Hold" auf "Buy". Die Experten sehen im derzeitigen Zielpreis ein "hohes Potenzial nach oben". OTP Bank gingen mit einem Minus von 3,12 Prozent auf 4 815 Forint aus dem Handel, Magyar Telekom verbilligten sich um 1,82 Prozent auf 539 Forint.

In Prag geht Übernahmepoker zwischen NWR und Bogdanka weiter

In Prag verlor der Leitindex PX 0,67 Prozent auf 1 119,0 Punkte. Die Übernahmegespräche zwischen dem Kohleproduzenten New World Resources (NWR) und seinem polnischen Mitbewerber Bogdanka dürften indes in eine neue Runde gehen, nachdem ein Angebot von 100,75 Zloty an Bogdanka-Aktionäre auslief. Einem Bericht der Tageszeitung "Parkiet" zufolge hat NWR dem polnischen Unternehmen ein neues Angebot unterbreitet, das auf drei bis vier NWR-Aktien im Austausch für eine Bogdanka-Aktie laute. NWR zufolge entspreche der Bericht aber nicht der Wahrheit und das schon bestehende Angebot sei "voll und fair". NWR gingen minus 0,48 Prozent bei 206 Kronen aus dem Handel. Die Titel des Immobilienunternehmens Orco Property, die nach erfreulichen Quartalszahlen zum Wochenschluss noch 3,51 Prozent zugelegt hatten, büßten zu Wochenbeginn 3,92 Prozent auf 184 Kronen ein. Bei den Schwergewichten schlossen Erste Group Bank mit minus 1,85 Prozent auf 760 Kronen und Ceske Energeticke Zavody (CEZ) mit minus 0,78 Prozent auf 763 Kronen in der Verlustzone. Komercni Banka gewannen dagegen 1,66 Prozent auf 4 115 Kronen.

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