Märkte-Vorbericht: Übernahmefantasien an Europas Börsen

Märkte-Vorbericht
Übernahmefantasien an Europas Börsen

Zunehmende Übernahmefantasien führen nach Ansicht von Beobachtern an den europäischen Aktienmärkten zu einem leicht positiven Handelsbeginn am Montag.

HB FRANKFURT. Als belastend für die Märkte werden jedoch die Situation im Iran und der gestiegene Ölpreis gesehen. Die Deutsche Bank indiziert den Euro-Stoxx-50-Index vorbörslich rund 6 Punkte über dem Schlussstand am Freitag.

Händler sprechen von einem grassierenden Übernahmefieber an den europäischen Aktienmärkten. In fast allen Sektoren habe es übers Wochenende entsprechende Meldungen gegeben. Während sich der Konsolidierungstrend in Branchen wie Stahl und Banken zu beschleunigen scheine, gebe es nun auch schon erste Schritte in Branchen wie dem Ölsektor. Für den aktuellen Bullenmarkt seien das sehr gute Nachrichten. Die zunehmende Übernahmefantasie sollte die Märkte weiter stützen und andere Faktoren eher in den Hintergrund rücken lassen, heißt es.

Autowerte mit diversen Absatzzahlen im Blick

Diverse Absatzzahlen der Automobilhersteller könnten zu einer Sektorbewegung werden, sagt ein Händler. So berichtet Toyota über ihr drittes Quartal, und Scania weist die Jahreszahlen aus, was MAN beeinflussen könnte. Zudem meldet Audi um 10 Uhr die Januar-Absätze, auch Mercedes Car Group lässt am Montag von sich hören. BMW fällt hingegen nur mit dem „kurs-neutralen“ Streit um manipulierte Hit-Raten bei Google auf.

GlaxoSmithKline erwägt wohl neues Gebot für Serono

Laut der „Sunday Times“ prüft GlaxoSmithKline ein Gebot für Serono. Der Preis dürfte bei 6,2 Mrd. Pfund liegen. Nach Einschätzung von Händlern kommt dies nicht ganz überraschend. Bereits vor einigen Wochen sei Glaxo als möglicher Bieter für Serono gehandelt worden. Damals sei von einem Gebot in Höhe von rund 7,5 Mrd. Pfund die Rede gewesen. Nachdem letztlich kein einziges Gebot für Serono eingereicht worden sei, habe ein deutlich reduziertes Gebot für das Unternehmen nun durchaus Sinn. Die Nachricht könnte die Quartalszahlen von Serono in den Hintergrund rücken. Diese seien insgesamt etwas unter den Erwartungen ausgefallen, heißt es.

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