Märkte weltweit
Asiens Börsen brechen ein

Der Nikkei-Index verliert über vier Prozent. Auch die Börsen in Korea, Singapur, Hongkong und Taiwan geben kräftig nach. Japanische Analysten sagen, die Anleger müssten sich auf neue Tiefststände gefasst machen.

HB TOKIO/SCHANGHAI. Die Börsen in Fernost sind überwiegend mit massiven Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Vor allem in Tokio trübten am Montag die Sorgen um die US-Konjunktur und der starke Yen die Stimmung auf dem Parkett, so dass der Nikkei-Index fast 4,5 Prozent einbüßte. Unter Druck standen vor allem Exportwerte. Lediglich die Börse in Shanghai notierte im Plus und überraschte damit die Experten, die angesichts einer Fülle neu gehandelter Aktien nach mehreren Börsengängen eher mit Abschlägen gerechnet hatten.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 4,49 Prozent im Minus bei 12 992 Zählern - dem niedrigsten Stand seit dem 23. Januar. Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss gut vier Prozent auf 1 271 Punkte. Auch die Börsen in Korea, Singapur, Hongkong und Taiwan gaben nach. Der Aktienmarkt in Shanghai lag gut zwei Prozent im Plus. "Wegen der riesigen Verluste bei US-Aktien und des deutlich stärkeren Yens kann ein Rückgang nicht verhindert werden", sagte Yutaka Miura von Shinko Securities. Inländische Handelsfaktoren könnten den Markt einfach nicht mehr beruhigen. Abhängig von den Konjunkturdaten müssten sich die Anleger in Tokio noch auf neue Tiefststände gefasst machen.

In den USA werden in dieser Woche eine Reihe Wirtschaftsdaten erwartet, von denen sich die Anleger Hinweise auf den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft erhoffen. Unter dem Druck der anhaltenden Rezessionsangst hatte der Dow Jones am Freitag in New York mehr als zwei Prozent im Minus geschlossen. Am Montag standen in Tokio vor allem Exportwerte stark unter Druck: Canon Inc-Titel gaben 5,2, die Aktien von Sony 4,4 Prozent und Honda Motor-Papiere 5,8 Prozent nach. Doch die Kreditkrise setzte auch Finanzwerten zu So schloss das Anleihehaus Takefuji Corp 6,6 Prozent im Minus, nachdem es vor einem Millionenverlust gewarnt hatte.

Auch an der Börse in Seoul standen vor allem Export- und Finanzwerte auf der Verkaufsliste, so LG Electronics mit einem Minus von 3,3 Prozent, Hynix Semiconductor von gut fünf und die Korea Exchange Bank von 1,9 Prozent.

Der Dollar setzte seine Talfahrt fort und rutschte zeitweise unter die Marke von 103 Yen. Am Freitag hatten alle großen US-Indizes Verluste hinnehmen müssen: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 2,51 Prozent auf 12 266 Punkte, der breiter gefasste S&P gab 2,71 Prozent auf 1 331 Zähler nach, und der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte 2,58 Prozent auf 2 271 Punkte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%