Märkte weltweit
Börse Tokio schließt schwächer

Unerwartet schlecht ausgefallene Konjunkturdaten, ein gestärkter Yen und Gewinnmitnahmen haben den Aktienmärkten in Japan zugesetzt. Besonders schlecht bekamen dem Nikkei-Index Nachrichten aus der Industrie.

HB HONGKONG/TOKIO. Ein überraschend deutlicher Rückgang der Industrieproduktion lastete auf den Kursen. An anderen Börsenplätze in Asien wurden dagegen Gewinne verzeichnet. Der Euro verharrte zum Dollar in der Nähe seines am Vortag erzielten Rekordhochs. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag zum Handelsende um 0,75 Prozent tiefer bei 13 925 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,84 Prozent auf 1 353 Punkte. Auch die Börsen in Shanghai und Australien verzeichneten Verluste. Zulegen konnten dagegen die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan und Südkorea.

Besonders japanische Exportwerte litten unter dem gestiegenen Yen-Kurs. Honda-Aktien gaben um 2,33 Prozent nach, die Titel von Canon um 1,4 Prozent. Sony-Papiere verloren 1,88 Prozent. Die Industrieproduktion ging im Januar zum Vormonat unerwartet stark um zwei Prozent zurück. Experten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang von 0,8 Prozent gerechnet. Die Investoren nutzten jedoch auch die jüngsten Kursgewinne und verkauften, um Gewinne zu realisieren, sagte Seiichi Miura von Mitsubishi UFJ. Stützend wirkten dagegen Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor Vortag. Diese nährten Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen in den USA.

In New York hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte den Handel kaum verändert 0,07 Prozent im Plus bei 12 694 Punkten beendet. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag 0,09 Prozent im Minus bei 1 380 Zählern, der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,37 Prozent auf 2 354 Punkte.

Der Euro notierte wenig verändert. Die Gemeinschaftswährung hielt sich in der Nähe ihren Rekordhochs. Bundesbankchef Axel Weber hatte Spekulationen auf eine baldige Lockerung der Geldpolitik einen Dämpfer versetzt. Dies sei ein Grund, Euro zu kaufen, sagte ein Händler einer großen japanischen Bank. Ein Euro wurde mit 1,5110 Dollar bewertet nach 1,5121 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 106,27 Yen gehandelt nach 106,50 Yen in den USA.

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