MAN Tagesgewinner
Dax verteidigt Wochengewinne

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Freitag seine jüngsten Kursgewinne verteidigt. Von positiven Analystenkommentaren konnten die Aktien der Deutschen Telekom profitieren. Die Münchener Rück trennte sich von einem größeren Aktienpaket an der Allianz und setzte den Kurs des Allfinanzkonzerns unter Druck.

HB FRANKFURT. Der Dax schloss im Vergleich zum Donnerstag nahezu unverändert bei 4360,68 Zählern. Seit Wochenbeginn hat der Leitindex damit rund zwei Prozent zugelegt. Nach Aussage von Heinz-Bernd Schmitz, Händler bei der NordLB, wurde der Handel am Aktienmarkt von dem kleinen Verfall an der Terminbörse Eurex bestimmt. Dabei liefen Optionen auf Indizes und Aktien aus. Verfallstermine an den Terminmärkten führen für gewöhnlich zu starken Kursschwankungen. Börsianer versuchen, die Aktien, auf die sie Derivate halten, in die von ihnen gewünschte Richtung zu bewegen.

Insgesamt bezeichneten Börsianer das Geschäft als impulslos. "Keine Konjunkturdaten, keine Unternehmensberichte und das Wochenende in Reichweite. Da halten sich viele Anleger zurück", sagte ein Händler.

Gefragt waren zum Wochenschluss die Aktien von MAN, die mit einem Plus von knapp zwei Prozent auf 34,50 Euro zu den größten Dax-Gewinnern zählten. Händler sprachen von technisch motivierten Käufen, nachdem die Aktien des Nutzfahrzeugherstellers den Widerstand bei 33,80 Euro durchbrochen hatten. Ebenfalls auf den Einkaufszetteln der Anleger standen die Anteilsscheine der Münchener Großbank HVB, die zwei Prozent auf 19,76 Euro zulegten.

Positive Analystenkommentare gaben der Deutschen Telekom Auftrieb. Die T-Aktie gewann 0,55 % auf 14,75 Euro. Nach Aussage von Händlern bekräftigte die HVB ihr "Outperformer"-Rating für die Telekom. Bereits am Vortag hatte die Investmentbank Goldman Sachs eine Reihe europäischer Telekomunternehmen angesichts zuletzt guter Quartalsergebnisse hochgestuft.

Eine Platzierung von vier Mill. Allianz-Aktien aus dem Besitz der Münchener Rück drückte den Kurs des Allfinanzkonzerns um rund ein Prozent auf 93,35 Euro ins Minus. Nach Aussage von Händlern platzierte die Deutsche Bank das Paket zu einem Preis von 94,30 Euro je Aktie. Der Rückversicherer erlöste mit der Transaktion nach eigenen Angaben rund 375 Mill. Euro Die Anteilsscheine der Münchener Rück beendeten den Handel nahezu unverändert bei 85,58 Euro.

Spekulationen über einen bevorstehenden Kauf des schwedischen Konkurrenten Autoliv belastete den Kurs der Continental-Aktie. "Das entbehrt jeder Grundlage", dementierte ein Conti-Sprecher. Dennoch fielen die Papiere des Reifenherstellers um 0,7 % auf 57,11 Euro. Kursverluste verbuchten auch die Aktien der Commerzbank, die 0,2 % auf 16,57 Euro nachgaben. Nach Aussage von Bank-Chef Klaus-Peter Müller wird 2005 nicht einfach werden. Dennoch will der Manager den Gewinn von Deutschlands drittgrößter börsennotierte Bank verdoppeln.

Ihre Talfahrt setzen die Aktien des Bezahlfernsehsenders Premiere fort. Die Titel büßten über vier Prozent auf 28,29 Euro ein. Bereits am Donnerstag hatten die Papiere nach der Vorlage von Geschäftszahlen 4,5 % an Wert verloren. "Es sieht so aus, als seien einige Anleger über den Premiere-Ausblick enttäuscht gewesen", sagte ein Händler. Die Premiere-Aktien waren im Februar zu je 28 Euro an die Börse gebracht worden.

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