Markbericht Asien
Toshiba-Aktien in Tokio stark gefragt

Die asiatischen Aktienbörsen sind am Montag uneinheitlich in die neue Handelswoche gestartet. Der Nikkei in Tokio legte dank positiver Firmennachrichten etwas zu, während die Indizes an anderen Handelsplätzen wegen der anhaltenden Sorge vor einer Rezession in den USA tiefer notierten. Bei den Rohstoffen blieben die Preise für Öl und Metalle wegen befürchteter Lieferengpässen in Sichtweite ihrer jeweiligen Rekordstände.

HB TOKIO. In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei-Index den Handel mit einem Plus von rund 0,1 Prozent bei 13.635 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,14 Prozent schwächer bei 1333 Stellen. Die Aktienmärkte in Südkorea und Taiwan notierten etwas fester, während der Index in Hongkong Verluste von 0,9 Prozent erlitt.

Zu den Gewinnern in Japan zählten Aktien des Elektronik-Herstellers Toshiba. Sie zogen knapp sechs Prozent an und profitierten von Spekulationen, der Konzern werde im Rennen um das DVD-Format der Zukunft aufgeben. Toshiba habe die Planungen für einen Ausstieg aus dem Geschäft mit seinen HD-DVD-Geräten fast abgeschlossen, hieß es aus Firmenkreisen. Damit würde sich Toshiba im Kampf um die Vorherrschaft im DVD-Geschäft seinem Rivalen Sony geschlagen geben, dessen Technologie Blu-Ray immer mehr Anhänger findet. Sony -Aktien kletterten ein Prozent.

Die Aktien des Versicherers Aioi fielen dagegen um knapp sieben Prozent. Die Zeitung "Nikkei" hatte berichtet, die Verluste des Konzerns im Zusammenhang mit Ramsch-Hypotheken könnten noch ansteigen.

In den USA hatten am Freitag neue Rezessionsängste die Stimmung an der Wall Street belastet. Negative Konjunkturdaten wie ein Einbruch des Verbrauchervertrauens schürten die Sorgen vor einem Wirtschaftsabschwung. Daneben drückte eine Gewinnwarnung des Elektronik-Händlers Best Buy die Kauflaune. Der Dow-Jones-Index schloss 0,23 Prozent tiefer bei 12.348 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,08 Prozent auf 1349 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,46 Prozent auf 2321 Stellen. Am Montag bleiben die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen.

Bei den Devisen zeigte sich der Dollar am Montag in Fernost wenig verändert zu Euro und Yen. Die Investoren würden sich angesichts der im Wochenverlauf erwarteten US-Konjunkturdaten zurückhalten, sagten Händler. Allgemein gebe es weiter die Sorge vor einer Ausweitung der Kreditmarktkrise und damit einhergehenden Verlusten bei Finanzinstituten. Ein Euro wurde am Montagmorgen mit 1,4683 Dollar bewertet nach 1,4680 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 107,83 Yen gehandelt nach 107,76 Yen in den USA.

Bei den Rohstoffen legte US-Leichtöl etwas zu auf 95,66 Dollar das Fass.

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