Markbericht Europa
Die geopolitische Angst ist wieder da

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Vor allem die wieder aufgeflammten Ängste um die weitere Entwicklung in Nordafrika und im Nahen Osten belasteten die Börsen.
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Paris/LondonAuf die Stimmung drückte auch, dass der saudi-arabische Standardwerte-Index um knapp sieben Prozent eingebrochen war. Börsianer führten dies auf Berichte über die Festnahme eines Geistlichen zurück, was Ängste vor einem Übergreifen der Unruhen in der arabischen Welt auf das Land schüre.

Der Eurostoxx 50 verlor 1,01 Prozent auf 2.982,52 Punkte. In London rutschte der Ftse 100 um 0,97 Prozent auf 5.935,76 Punkte ab. In Paris sank der CAC-40-Index um 1,05 Prozent auf 4.067,15 Punkte.

An der Spitze der europäischen Sektorentabelle standen Getränke- und Lebensmittelhersteller mit einem Aufschlag von 0,45 Prozent. Banktitel rutschten mit einem deutlichen Abschlag von 1,86 Prozent hingegen an das Ende. So belegten die Titel des weltweit größten Brauereikonzerns AB Inbev mit einem Plus von 1,74 Prozent auf 41,12.Euro den ersten Platz im Eurostoxx 50. Am Indexende fanden sich hingegen Societe Generale mit einem Minus von 3,46 Prozent auf 49,185.Euro ein.

Vivendi verloren 1,31 Prozent auf 20,39.Euro. Der französische Medien- und Telekomkonzern rechnet im laufenden Jahr nur mit einem schwachen Wachstum. Der Abschluss des abgelaufenen Jahres hatte hingegen über den Erwartungen des Marktes gelegen.

In Zürich fielen Kühne + Nagel mit einem Abschlag von 2,88 Prozent auf 121,30 Schweizer Franken an das Ende des SPI. Der Logistikkonzern hatte 2010 schlechter abgeschlossen als von Analysten erwartet worden war.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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