Markbericht
Verluste an osteuropäischen Börsen

Die wichtigsten Börsen Osteuropas haben zum Wochenauftakt Verluste verbucht. Europaweit belasteten negative Nachrichten aus der Finanzbranche und der zu Handelsbeginn wieder gestiegene Ölpreis die Aktienmärkte.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben zum Wochenauftakt Verluste verbucht. Europaweit belasteten negative Nachrichten aus der Finanzbranche und der zu Handelsbeginn wieder gestiegene Ölpreis die Aktienmärkte.

Prager BÖRSE SchwÄCher

Der Prager Leitindex PX schloss mit einem Minus von 0,46 Prozent bei 1 440,00 Punkten. Der Umsatz in Aktien belief sich auf 1,80 (Freitag: 2,32) Mrd. tschechische Kronen.

Das Pharma-Unternehmen Zentiva stand mit seinen Quartalszahlen im Blick. Laut Unternehmensangaben ist der Nettogewinn im zweiten Jahresviertel auf 363,3 Mill. Kronen von 312,4 Mill. Kronen im Vorjahr gestiegen. Das Unternehmen versucht derzeit einen Übernahmeversuch durch die französische Sanofi-Aventis abzuwenden. Die Aktien reagierten kaum auf die Quartalszahlen und verloren 0,38 Prozent auf 1 062 Kronen. Nach Meinung Analysten sind die Papiere durch die Übernahmeofferte nach unten abgesichert.

Größter Verlierer im PX waren Unipetrol mit einem Abschlag von 4,36 Prozent auf 206,10 Kronen. Die Papiere hielten sich den ganzen Tag über relativ stabil. Ein deutlich gefallener Ölpreis belastete die Titel jedoch zu Handelsende.

Budapester BUX Schliesst Tiefer

In Budapest fiel der Leitindex BUX um 1,45 Prozent auf 21 381,43 Punkte. Es wurden Aktien im Gesamtwert von 10,22 (Freitag: 12,6) Mrd. Forint gehandelt.

Der Leitindex präsentierte sich vor allem durch starke Abschläge bei den Indexschwergewichten Richter Gedeon und Magyar Olay es Gazipari (Mol) belastet: So fielen Papiere des Pharmaunternehmens Richter Gedeon um 4,14 Prozent auf 32 400 Forint und waren damit schwächster Wert im BUX. Der Konzern legt am Dienstag seine Zahlen zum zweiten Quartal vor. Analysten rechnen mit einem niedrigeren Gewinn aufgrund der ungünstigen Wechselkursentwicklung des Forints gegenüber dem Euro.

MOL gaben 3,32 Prozent auf 19 335 Forint ab. Die Papiere des Ölunternehmens dürften von fallenden Ölpreisen gegen Ende der Sitzung belastet worden sein. Zudem gab das Unternehmen bekannt per 6. August die Dieselpreise zu reduzieren.

Gewinner im BUX waren Anteilsscheine des Autozulieferers Raba Magyar Vagon mit einem Plus von 3,64 Prozent auf 1 510 Forint. Pannergy legten dahinter um 2,64 Prozent auf 1 242 Forint zu.

Warschauer BÖRSE SchwÄCher

Der Warschauer Leitindex WIG-20 gab 1,19 Prozent auf 2 684,34 Punkte ab. Der breiter gefasste WIG-Index fiel 0,93 Prozent auf 41 628,12 Einheiten. Das Handelsvolumen betrug 0,88 Mrd. (Freitag: 1,8 Mrd.) Zloty. Papiere des Kupferproduzenten Kghm Polska Miedz stürzten als schwächster Wert im WIG-20 um 7,81 Prozent auf 75,50 Zloty ab. Wie am Montag bekannt wurde, verlangen die Mitarbeiter erneut eine Gehaltserhöhung. Die Maßnahmen würden laut dem Management des Unternehmens für dieses Jahr rund 150 Mill. Zloty ausmachen.

Auch Anteilsscheine der PKO BP präsentierten sich mit einem Abschlag von 3,56 Prozent auf 50,15 Zloty schwach. Der indexgewichtige Bankenwert allein drückte den WIG-20 um 0,64 Prozent ins Minus. Bankenwerte gaben nach den schwachen Zahlen der britischen HSBC und des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns Fortis europaweit stärker ab./cf

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