Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Apple-Zahlen beflügeln Börsen in Fernost

Angetrieben von den starken Quartalszahlen des US-Technologieriesen Apple haben die Märkte in Fernost Gewinne verzeichnet. Vor allem die Technologietitel in Japan profitierten. Anleger sahen die Apple-Zahlen als Beweis dafür, dass die Konsumenten wieder mehr Geld ausgeben. Zudem trieb der schwache Dollar, der im fernöstlichen Handel ein 14-Monats-Tief erreichte, Rohstoffwerte an.

RTR TOKIO. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,0 Prozent höher bei 10 336 Punkten. Damit schloss der Index auf dem höchsten Stand seit drei Wochen. Der Nikkei-Tageshöchststand lag bei 10 357 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent auf 913 Stellen. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Taiwan, China sowie die Börse in Singapur tendierten im Plus.

Technologietitel wie Kyocera legten nach der Veröffentlichung der Apple-Quartalszahlen nach US-Börsenschluss am Montag deutlich zu. Die Kyocera-Aktien stiegen um 1,9 Prozent. Neben Kyocera verzeichneten in Japan auch die Papiere von Tokyo Electron mit 1,2 Prozent und Titel von TDK mit 0,4 Prozent Aufschläge. In Taiwan erzielte mit Quanta ein weiterer Technologietitel Gewinne. Die Papiere erhöhten sich um 2,7 Prozent. In Südkorea legte LG Display mit 3,3 Prozent zu.

Apple hat seinen Gewinn dank des anhaltenden Ansturms auf das iPhone im vierten Quartal auf 1,67 Mrd. Dollar gesteigert und damit die Erwartungen des Marktes übertroffen. "Apple ist wie ein Gott für japanische Aktien, daher hat dies den größten Einfluss", sagte Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities.

Die Aktien des weltweit zweitgrößten Baumaschinenherstellers Komatsu verteuerten sich um 1,6 Prozent. "Nikkei" berichtete, der Konzern habe dank einer starken Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern im Quartal bis Ende September wahrscheinlich einen operativen Gewinn von rund zehn Mrd. Yen (74 Mio. Euro) eingefahren.

Auch Unternehmen mit einem hohen Engagement in China legten am Dienstag zu. Ein chinesischer Regierungsbeamter hatte am Montag mitgeteilt, das Bruttoinlandsprodukt sei in den ersten neun Monaten um mehr als sieben Prozent gewachsen. China werde keine Probleme haben, dass Wachstumsziel der Regierung in Höhe von acht Prozent für das Gesamtjahr zu erreichen. Der Hersteller von Baumaschinen, Hitachi Construction, gewann mehr als zwei Prozent.

In den USA war der Dow-Jones-Index der Standardwerte mit einem Plus von rund ein Prozent auf 10 092 Punkten aus dem Handel gegangen. Der Dollar ist im fernöstlichen Devisenhandel gegenüber dem Euro zwischenzeitlich auf ein neues 14-Monats-Tief gesunken. Später notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,4972 Dollar nach 1,4963 zum US-Handelsschluss. Zur japanischen Währung lag der Euro bei 135,30 Yen nach 135,55 im späten US-Handel. Der Dollar notierte bei 90,37 Yen. Unterdessen stieg der australische Dollar auf ein 14-Monats-Hoch. Die Zentralbank des Landes hatte nochmals bekräftigt, den Leitzins noch in diesem Jahr erneut anheben zu wollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%