Marktbericht:Asiatische Aktienmärkte
Asien-Börsen schließen uneinheitlich

Die Aktienbörsen in Asien haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Belastet wurden die Märkte vor allem von Sorgen um eine weitere Abschwächung der globalen Wirtschaft. Auch schlechte Unternehmensnachrichten drückten auf die Stimmung. Positiv aufgenommen wurden hingegen die Maßnahmen der US-Börsenaufsicht SEC und der Notenbank Federal Reserve zur Stabilisierung der Finanzmärkte.

HB HONGKONG. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss nahezu unverändert bei 13 376 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index veränderte sich ebenfalls kaum und ging mit 1302 Stellen aus dem Handel. Die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapur legten zu. Der chinesische Leitindex SSEC sowie die Börse in Taiwan notierten dagegen schwächer. Die US-Börsen hatten am Dienstag zugelegt. Der Dow-Jones-Index schloss 1,63 Prozent höher bei 11 583 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,67 Prozent auf 1284 Zähler.

Dominierendes Thema auf dem Parkett war ein mögliche Abkühlung der globalen Wirtschaft. "Wir beschäftigen uns immer noch mit dem Ausmaß des wirtschaftlichen Abschwungs. Wir stehen vor einer langwierigen Schwächephase und deshalb sind die Märkte sehr vorsichtig", sagte Händler Simon Doyle von Schroder Investment Management.

Positiv beeinflusst wurden die Märkten von Meldungen aus den USA. Die Fed kündigte an, gemeinsam mit anderen Notenbanken Schritte zur Liquiditätsversorgung der Finanzmärkte zu verlängern. Die US-Börsenaufsicht erklärte, eine Ausnahmeregelung zur Einschränkung von Spekulationen auf fallende Kurse zu verlängern. Auch vom Arbeitsmarkt gab es positive Signale. "Kurzfristig kann das die Märkte beflügeln, aber die Aktienmärkte haben ihren Tiefpunkt wahrscheinlich noch nicht erreicht haben", gab Doyle zu bedenken.

Auf der Unternehmensseite enttäuschten viele Firmen mit ihren Quartalszahlen die Händler. Die Papiere des Autozulieferers Denso verloren 6,4 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Gewinneinbruch von 20 Prozent vermeldet hatte. Auch die Papiere des Baumaschinenherstellers Komatsu gaben nach enttäuschenden Ergebnissen 2,8 Prozent nach. Der Polyester-Hersteller Teijing, der unter hohen Rohstoffkosten leidet, senkte seine Jahresprognose. Seine Papiere gaben über sechs Prozent nach.

Positive Nachrichten kamen hingegen vom Drucker- und Elektronikhersteller Seiko Epson. Er erhöhte seine Gewinnprognose, weil der Verkauf von Druckern unerwartet gut läuft. Außerdem lassen die Abschwächung des Yen sowie Kosteneinsparungen höhere Margen erwarten. Die Epson-Papiere legten nach den Ankündigungen um 5,5 Prozent zu. Die Aktien der Chemiefirma Nippon Soda schossen nach einem unerwarteten Gewinnsprung sogar um 21,5 Prozent zu.

Der Dollar hat sich am Donnerstag an den Devisenmärkten in Fernost behauptet. Aktuelle Zahlen vom US-Arbeitsmarkt vom Mittwoch hätten den Greenback gestützt, da sie auf eine Stabilisierung der US-Wirtschaft hingedeutet hätten, sagten Händler. Ein Euro wurde mit 1,5601 Dollar bewertet, in etwa dem Niveau im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 107,82 Yen gehandelt nach 108,11 Yen in den USA.

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