Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Atempause an den Fernost-Börsen

Der Tokioter Nikkei-Index schloss nahezu unverändert. Unter Druck gerieten vor allem Technologiewerte, was einige Händler auf Gewinnmitnahmen zurückführten. Zuvor hatten an der Wall Street schwache Konjunkturdaten dem Optimismus der Anleger einen Dämpfer verpasst.

HB HONGKONG. In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei-Index den Handel nahezu unverändert bei 10 333 Zählern. Auch der breiter gefasste Topix-Index schloss mit 913 Punkten auf dem Niveau des Vortages. An den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur fielen die Kurse. Die Börse in Shanghai China tendierte dagegen im Plus.

In Japan zählten die Aktien des Chip-Testgeräte-Herstellers Advantest zu den Verlierern mit einem Minus von 1,6 Prozent. Ebenfalls um 1,6 Prozent fielen die Papiere des weltweit zweitgrößten Herstellers von Maschinen für die Chipproduktion Tokyo Electron.

Zu den Gewinnern gehörten dagegen die Werte von Reedereien. Sie profitierten von einem Anstieg eines Frachtindexes der Baltic Exchange infolge einer stärkeren Nachfrage nach Kohle- und Eisenerz-Ladungen. Die Aktien von Mitsui O.S.K. Lines stiegen 2,1 Prozent, die Titel von Kawasaki Kisen Kaisha vier Prozent und die Papiere von Nippon Yusen KK 2,8 Prozent.

Die Aktien der ums Überleben kämpfenden Fluggesellschaft Japan Airlines bauten ihre Gewinne um 6,8 Prozent aus, nachdem sie vergangenen Freitag auf ihren Tiefststand gefallen waren. Einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei" zufolge will eine Arbeitsgruppe der Regierung dem Unternehmen nun umgerechnet 2,2 Mrd. Euro an frischem Kapital zukommen lassen, doppelt soviel wie bislang geplant. Dafür sollen der Zeitung zufolge sowohl öffentliche als auch private Gelder fließen.

An der Wall Street schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,5 Prozent tiefer bei 10 041 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,6 Prozent auf 1091 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte bei 2163 Punkten ebenfalls 0,6 Prozent tiefer.

Der Euro gab im fernöstlichen Devisenhandel gegenüber dem Dollar nach. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte bei 1,4928 Dollar nach 1,4939 zum US-Handelsschluss. Zur japanischen Währung lag der Euro bei 135,33 Yen nach 135,46 Yen bei US-Handelsschluss. Der Dollar notierte bei 90,63 Yen.

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