Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Autowerte schwach – Asien-Börsen fahren Verluste ein

Die Sorge vor einem Einbruch der weltweiten Autobranche hat die Börsen in Asien am Montag ins Minus gedrückt. Nach den Hiobsbotschaften aus den USA Ende vergangener Woche gehörten Nissan, Toyota und Honda zu den größten Verlierern.

HB HONGKONG. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,2 Prozent im Minus bei 12 933 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab knapp zwei Prozent auf 1248 Stellen nach. Auch die Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten tiefer. Der US-Autobauer General Motors hatte zum Ende der vergangenen Woche einen Quartalsverlust von 15,5 Mrd. Dollar bekanntgegeben. Der gesamte Autoabsatz in den USA fiel auf den niedrigsten Wert seit über 15 Jahren. Der Dow-Jones-Index gab daraufhin am Freitag 0,4 Prozent auf 11 326 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,5 Prozent im Minus bei 1260 Zählern.

"Der heftige Einbruch bei den Autoverkäufen in den USA ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die Kursverluste von Unternehmen aus der Autobranche heute", sagte Analyst Yoshinori Nagano von Daiwa Asset Management. Bei dem Rückgang handle es sich um kein reines US-Phänomen. "Viele glauben, dass der Autoabsatz jetzt überall einbrechen wird, weil große Unsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft herrscht."

Am Montag verloren die Papiere von Toyota 3,2 Prozent, die von Honda sogar 5,7 Prozent. Die Aktien von Nissan gaben 4,8 Prozent nach. Der Quartalsgewinn des Unternehmens wegen der Flaute am US-Markt eingebrochen.

Zu den Verlierern zählte auch der Musikinstrumentenhersteller Yamaha. Nachdem Goldman Sachs sein Rating herabgestuft hatte, stürzte der Kurs um 8,3 Prozent ab. Die Papiere des Industrieroboter-Produzenten Fanuc gaben um 2,5 Prozent nach.

Zulegen konnten hingegen die Papiere des Kleidungshändlers Retailing, der nach Börsenschluss seine Verkaufszahlen vorlegten wollte: Sein Kurs zog um 5,2 Prozent an. Auch die relativ konjunkturunempfindliche Pharmabranche entwickelte sich positiv. So legte Takeda Pharmaceutical 3,9 Prozent zu.

Der Dollar tendierte in Fernost zum Euro wenig verändert. Die europäischen Gemeinschaftswährung kostete 1,5570 Dollar nach 1,5564 Dollar im späten New Yorker Freitagshandel. Händlern zufolge stützten den Dollar Konjunkturdaten, die als Hinweis auf eine mögliche Stabilisierung der US-Wirtschaftslage interpretiert worden seien. Zur japanischen Währung tendierte der Dollar bei 107,72 Yen nach 107,66 Yen. Ein Euro kostete ebenfalls nahezu unverändert 167,72 Yen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%