Marktbericht: asiatische Aktienmärkte
Börse Tokio im Minus – Schanghai verliert kräftig

Die Börsen in Asien haben am Freitag deutliche Verluste hinnehmen müssen. Schlechte Vorgaben der Wall Street und ein Ölpreis von zeitweise mehr als 140 Dollar je Barrel fachten Inflationsängste und Konjunktursorgen weiter an. Auf dem Parkett in Schanghai sorgte eine Fülle anstehender Börsengänge für weitere Unruhe.

HB TOKIO/HONGKONG. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio zwei Prozent im Minus bei 13 544 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss 1,8 Prozent auf 1 320 Punkte. Die Börse in Taiwan schloss 3,4 Prozent im Minus, der Aktienmarkt in Schanghai notierte 6,14 Prozent leichter. Auch die Börsen in Korea, Singapur und Hongkong lagen im Minus.

Der Preis für Rohöl sank wieder leicht auf rund 139 Dollar je Barrel, nachdem er zuvor ein neues Rekordhoch von mehr als 140 Dollar erreicht hatte. Der Dollar erholte sich leicht, nachdem er zum Euro in der Nacht auf ein Drei-Wochen-Tief gesunken war. Ein Euro kostete 1,5737 Dollar.

„Alle erdenklichen Negativfaktoren für den Markt sind erkennbar“, sagte Oh Hyun-Seok, Marktanalyst bei Samsung Securities in Seoul. „Als dann noch der Ausverkauf in den USA hinzukam, wurden Panikverkäufe ausgelöst.“

Der Nikkei beendete den Handel auf dem tiefsten Stand seit zwei Monaten. Für den Tokioter Leitindex war es zudem der siebte Handelstag in Folge mit einem Minus und damit die längste Verlustserie seit November. Federn lassen mussten hier am Freitag besonders Unternehmen, die vor allem im Ausland ihr Geld verdienen. So gaben der Autohersteller Honda Motor 2,7 und der Elektronikkonzern Sony 4,4 Prozent nach. Auch Bankwerte gerieten unter Druck, nachdem das US-Institut Goldman Sachs vor weiteren Abschreibungen bei seinen heimischen Konkurrenten gewarnt hatte. Das größte japanische Kreditinstitut Mitsubishi UFJ gab gut drei Prozent ab.

Die Börse in Taiwan schloss auf dem niedrigsten Stand seit fünf Monaten. Hier gerieten vor allem Technologie-Aktien wie TSMC und Hon Hai Precision unter Druck. TSMC verlor gut 1,5 Prozent, Hon Hai mehr als 5,6 Prozent an Wert. In Südkorea hatte vor allem Samsung zu leiden. Der Elektronikkonzern notierte gut 3,3 Prozent im Minus. Auf der Börse in Hongkong lasteten vor allem die Kursverluste des weltgrößten Mobilfunkbetreiber China Mobile von 1,9 Prozent. China Mobile war zuvor von Merrill Lynch heruntergestuft worden.

Der Dow-Jones-Index schloss am Donnerstag rund drei Prozent niedriger bei 11 453 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 ging 2,9 Prozent schwächer bei 1 283 Punkten aus dem Handel. Der Technologie-Index Nasdaq fiel 3,3 Prozent auf 2 321 Zähler.

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