Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Nikkei fällt auf tiefsten Stand seit fünf Monaten

Die meisten asiatischen Märkte haben die Handelswoche aufgrund anhaltender Krisenstimmung über die weltweite Konjunkturentwicklung im Minus beendet. "Das Handelsumfeld ist schlechter als gestern, nachdem der Yen stärker wurde und der Ölpreis deutlich angestiegen ist", erläuterte Yoshinori Nagano, Chef-Stratege bei Daiwa Asset Management. "Die Unruhe über die weltweite Konjunktur, inklusive Japan, belastet zusätzlich."

HB TOKIO. In Tokio fiel der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,7 Prozent auf 12 666 Punkte, den tiefsten Stand seit fast fünf Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 0,7 Prozent auf 1216 Zähler.

In China gingen die Kurse ebenfalls zurück. "Die Erholung ist vorbei, weil Investoren enttäuscht sind, dass sich die Gerüchte nicht bewahrheitet haben", sagte Chen Jinren, Analyst bei Huatai Securities. Am Mittwoch hatten Spekulationen auf ein Hilfspaket der chinesischen Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft den Börsen in Shanghai und Hongkong Auftrieb gegeben. Am Freitag blieb die Börse in Hongkong wegen eines herannahenden Tropensturms geschlossen. Der Markt in Südkorea folgte am Freitag dem allgemeinen Trend nach unten. Die Börsen von Singapur und Taiwan notierten nahezu unverändert.

Zu den deutlichsten Verlierern zählten erneut exportorientierte Titel wie Honda oder Toyota Motor Corp. Von Unsicherheiten über die Zukunft geprägt ist nach wie vor der Finanzsektor. Die Aktien von Japans größter Bank Mitsubishi UFJ Financial Group gaben zwei Prozent nach. Vom hohen Ölpreis profitierten jedoch Energieunternehmen.

Damit spiegelte sich in Asien das Bild aus den USA wider. Dort hatten die Börsen am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent fester auf 11 430 Punkten. Der S&P-500 beendete den Handel 0,3 Prozent fester bei 1277 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq fiel dagegen 0,4 Prozent auf 2380 Punkte.

Der Dollar erholte sich am Freitag leicht. Allerdings bremst die anhaltende Krisenstimmung im US-Finanzsektor und höhere Ölpreise den Aufwärtstrend der US-Währung. Ein Euro kostete 1,4880 Dollar.

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