Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Nikkei legt kräftig zu

Zunehmende Hoffnungen auf eine Erholung der US-Wirtschaft haben den Börsen in Fernost am Dienstag Gewinne beschert. Optimistisch stimmte die Anleger vor allem die Nachricht, dass der US-Mittelstandsfinanzierer CIT eine Insolvenz in letzter Minute vorerst abwenden konnte. Das stärkte den Appetit auf riskantere Anlagen. Der Markt in Tokio musste nach dem japanischen Feiertag Boden gutmachen.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,7 Prozent im Plus bei 9652 Punkten und damit auf dem höchsten Niveau seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls 2,7 Prozent zu auf 901 Zähler. Auch die Börsen in Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur verbuchten Gewinne. Der Markt in Shanghai tendierte dagegen schwächer. Ausschlaggebend war vor allem der Börsengang von China State Construction Engineering Corp, dem bislang weltgrößten in diesem Jahr. Die Platzierung der Wertpapiere begann am Dienstag.

In Tokio gefragt waren unter anderem Exporttitel: Die Aktie von Canon schloss 3,6 Prozent fester. Handelshäuser wie Itochu profitierten von gestiegenen Metallpreisen und festen Ölpreisen. Die Itochu-Aktie gewann 5,6 Prozent.

Viele Börsianer richteten ihre Aufmerksamkeit allerdings auf die Politik: Japans angeschlagener Ministerpräsident Taro Aso löste das Unterhaus des Parlaments auf und machte damit den Weg für Neuwahlen frei. Asos Partei hatte bei wichtigen Regionalwahlen jüngst eine herbe Niederlage eingesteckt.

Die Entwicklung um CIT hatte bereits die US-Börsen beflügelt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent höher bei 8848 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 1,14 Prozent auf 951 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 1909 Punkte. Der Euro tendierte in Fernost bei 1,4193 Dollar. Der Dollar notierte zur japanischen Währung bei 93,97 Yen. Ein Euro lag bei 133,40 Yen.

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