Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Nikkei macht Boden gut

Die asiatischen Börsen haben am Freitag Gewinne verbucht. Händler verwiesen zur Begründung auf Berichte, wonach die angeschlagene US-Investmentbank Lehman Brothers sich zum Verkauf gestellt habe. Vor allem japanische Finanzwerte profitierten von der Hoffnung, dass damit weitere Verwerfungen im Zuge der Kreditmarktkrise verhindert werden könnten.

HB HONGKONG. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss vor einem langen Wochenende 0,9 Prozent fester bei 12 214 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,3 Prozent auf 1177 Zähler zu. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Südkorea und Singapur verzeichneten Gewinne.

Die Aktie der japanischen Bank Sumitomo Mitsui Financial Group gewann bis Handelsschluss in Tokio 5,5 Prozent. Mizuho Financial Group legten ebenso über fünf Prozent zu. Grund seien die jüngsten Berichte um Lehman, sagte Masaru Hamasaki von Toyota Asset Management. "Das ist positiv, weil es bedeutet, dass sich die Anzahl der kränkelnden Institute durch eine Neuordnung der Branche verringert."

Im Ringen um eine Rettung von Lehman Brothers hatten sich die Ereignisse am Donnerstag überschlagen: Nachdem ein Überleben der Traditionsbank infrage gestellt wurde und ihr Aktienkurs um mehr als 40 Prozent einbrach, stellte sich das Bankhaus Kreisen zufolge komplett zum Verkauf. Mindestens ein Konzern sei an einer vollständigen Übernahme interessiert. Als mögliche Käufer wurden Bank of America und Barclays genannt.

Zu den Verlieren in Tokio gehörten am Freitag die Exporteure. Honda Motor schlossen knapp zwei Prozent leichter, der Kamerahersteller Canon verlor bis Handelsschluss 0,7 Prozent. Die Aktie des Gas- und Wasserheizungsherstellers Noritz legte dagegen über zehn Prozent zu, nachdem der US-Hedgefonds Steel Partners angeboten hatte, das Unternehmen gänzlich zu übernehmen. Am Montag bleibt die Börse in Tokio aufgrund eines Feiertages geschlossen.

In New York war der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Donnerstag 1,46 Prozent im Plus bei 11 433 Punkten aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,38 Prozent auf 1249 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,32 Prozent auf 2258 Stellen.

Der Euro notierte in Fernost am Freitag leichter bei 1,3999 Dollar nach 1,4029 Dollar im späten US-Handel. Zur japanischen Währung lag der Euro bei 150,36 Yen nach 150,15 Yen in den USA. Der Dollar lag bei 107,38 Yen.

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