Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Nikkei schließt über 8 000 Punkten

Die asiatischen Aktienmärkte haben nach positiven US-Vorgaben überwiegend Gewinne verzeichnet. In Tokio nutzten Anleger die deutlichen Verluste vom Vortag zum Wiedereinstieg. Gefragt waren vor allem die Aktien von Einzelhandelskonzernen. Verluste bei Autokonzernen und anderen Exporteuren hielten die Gewinne aber in Grenzen.

HB TOKIO. Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch nach der positiven Vorgabe der Wall Street Boden gut gemacht. Nach den heftigen Vortagesverlusten konnte der Nikkei-Index für 225 führende Werte wieder knapp die psychologisch wichtige Marke von 8000 Punkten überwinden. Am Handelsende notierte das Börsenbarometer ein Plus von 140,41 Punkten oder 1,79 Prozent beim Stand von 8004,10 Punkten. Der breit gefasste Topix verbesserte sich um 12,07 Punkte oder 1,53 Prozent auf den Schlussstand von 799,19 Punkten.

Auch die Aktienmärkte in Singapur, Hongkong und Shanghai tendierten fester. Dagegen verloren die Börsen in Südkorea und Taiwan.

Größte Gewinner in Tokio waren die Einzelhandelskonzerne Seven & I Holdings sowie Fast Retailing, die jeweils mehr als zehn Prozent zulegten.

Zu den Tagesgewinnern zählten auch die Papiere von Pharmaunternehmen: Astellas-Aktien gewannen 1,6 Prozent, Eisai - Anteile stiegen 2,3 Prozent. Die Papiere des Autokonzerns Honda verloren dagegen 4,7 Prozent an Wert. Die Papiere des Rivalen Toyota gaben 0,9 Prozent ab.

Schnäppchenjäger und die Hoffnung auf Hilfen für die kriselnde Autobranche hatten zuvor der US-Börse Kursgewinne beschert. So gerieten anhaltende Sorgen um die Weltwirtschaft einen Tag nach dem stärksten Kursabsturz seit Anfang Oktober in den Hintergrund. Auch die Aussichten des Mischkonzerns General Electric, der trotz weniger Gewinn an seiner Dividende festhalten will, sorgten für bessere Stimmung an der Wall Street.

Der Euro präsentierte sich im fernöstlichen Devisenhandel fester. Die europäische Gemeinschaftswährung legte in Tokio auf 1,2724 Dollar zu nach 1,2705 im späten New Yorker Handel. Zum Yen tendierte der Euro bei 118,70. Im Vergleich zum Dollar lag die japanische Währung bei 93,30 Yen. Händler erklärten allerdings, dass sich der Trend spätestens am Donnerstag umkehren wird, weil die Europäische Zentralbank dann voraussichtlich die Zinsen senken werde. Dies werde einige Händler zum Verkauf ihrer Euro-Bestände bewegen.

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