Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Nikkei weiter im Aufwind

Die Aktienmärkte in Fernost haben dank positiver Vorgaben aus den USA weitgehend Gewinne verbucht. Schwung gaben vor allem gute US-Konjunkturdaten und optimistische Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke. In Tokio profitierten davon vor allem Exportwerte, deren Erfolg traditionell stark von den Ausfuhren nach Amerika abhängt.

HB HONGKONG/TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 0,5 Prozent auf 10 270 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor hingegen 0,1 Prozent auf 931 Punkte. Die Börsen in Taiwan, Singapur, Korea und Hongkong folgten dem Nikkei und verbuchten Gewinne. Einzige Ausnahme war die Börse in Shanghai.

Von den Exportwerten in Tokio legten vor allem Elektroniktitel zu. Papiere von Tokyo Electron gewannen 3,4 Prozent, die des Industrie-Roboter-Herstellers Fanuc 1,3 Prozent. Die Aktie des Elektronikriesen Canon kletterte sogar 4,2 Prozent nach oben und profitierte dabei von einer Kaufempfehlung von Nomura Securities.

Mit etwas Skepsis blickten die Händler dagegen auf die Vorstellung des neuen japanischen Kabinetts. Investoren fürchten, die neue Regierung könnte die Staatsverschuldung angesichts enormer Wahlversprechen in die Höhe treiben. Auch bei der Währungspolitik gebe es Bedenken, sagte Händler Fumiyuki Nakanishi. "Es wird erwartet, dass die neue Regierung einen stärkeren Yen akzeptiert. Das wäre schlecht für die Aktienmärkte." Sein Kollege Hiroaki Osakabe sagte: "Es gibt momentan ein Tauziehen zwischen den guten weltweiten Konjunkturindikatoren und der Situation in Japan, wo ein starker Yen und relativ hohe Bewertungen den Nikkei davon abhalten, weiter zu steigen - und dieses Tauziehen wird andauern." Viele Anleger hielten sich zudem vor der Ferienwoche vom 19. bis 23. September zurück.

Der Euro legte in Fernost leicht auf 1,4687 Dollar zu nach 1,4659 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen gab die europäische Gemeinschaftswährung nach und war 133,30 Yen wert nach 133,45 Yen. Der Dollar verlor gegenüber der japanischen Währung auf 90,70 Yen nach 91,03 in New York.

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