Marktbericht: Asiatische Aktienmärkte
Tokio mit leichten Gewinnen

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. Die ernüchternden Daten zum US-Konsumklima beeindruckten die Investoren anders als in den USA nicht entscheidend. An der Tokioter Börse gab es leichte Gewinne. Vor einer Reihe wichtiger Konjunkturdaten verhielten sich viele Anleger jedoch abwartend.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,3 Prozent im Plus bei 10 133 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,7 Prozent auf 909 Zähler zu. Auch die Aktienmärkte in Taiwan und China verbuchten Gewinne, während die Leitindizes in Südkorea, Hongkong und Singapur Kursverluste verzeichneten.

Viele Investoren warteten derzeit auf Orientierung von wichtigen Konjunkturdaten, sagte Mitsuo Shimizu von Cosmo Securities. Unter den wichtigsten Indikatoren der kommenden Tage sind etwa der am Donnerstag anstehende Tankan-Geschäftsklimaindex für das zurückliegende Quartal und die am Freitag fälligen US-Arbeitsmarktdaten. In Tokio fielen die Kurse mehrerer Immobilienfirmen nach einer Herabstufung durch UBS Securities. So büßte der Kurs von Mitsui Fudosan 2,2 Prozent ein, bei Mitsubishi Estate waren es 1,4 Prozent.

Das Toyota-Papier gab zeitweise nach, schloss aber unverändert, nachdem der Konzern ankündigte, in den USA 3,8 Mio. Autos zurückzurufen. Grund sind Probleme mit losen Fußmatten, die das Gaspedal blockieren könnten und möglicherweise Auslöser für Unfälle waren, bei denen fünf Menschen starben. Marktteilnehmer zeigten sich davon aber unbeeindruckt und sagten, Rückrufaktionen hätten meist nur kurz Einfluss auf den Kurs.

Der Isolatoren-Hersteller NGK Insulators verzeichnete nach einer Erhöhung seiner Gewinnprognose einen Kurssprung von 8,8 Prozent.

Für Zurückhaltung sorgte an den japanischen Börsen auch das Abrutschen des Yen-Kurses unter die Marke von 90 Yen pro Dollar, das die Gewinnaussichten exportorientierter Unternehmen belastete. Der Dollar wurde für 89,59 Yen nach 90,12 Yen im späten US-Geschäft gehandelt. Der Euro kostete in Fernost 1,4633 Dollar nach 1,4581 Dollar im späten US-Handel. Zur japanischen Währung notierte er mit 131,08 Yen.

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