Marktbericht: Asiatische Börsen
Aktien in Fernost überwiegend im Minus

Die Börsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend im Minus geschlossen. In Tokio belasteten Sorgen um eine Abkühlung der japanischen und chinesischen Wirtschaft sowie ein starker Preisanstieg im Großhandel die Märkte. Zu den Verlieren gehörten Stahlhersteller und Minenbetreiber. Positiv nahmen Händler dagegen den Anstieg des Dollarkurses und den Rückgang des Ölpreises auf.

HB HONGKONG. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index knapp ein Prozent auf 13 303 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,7 Prozent auf 1271 Punkte. Auch die Börsen in Taiwan, Südkorea und Shanghai notierten schwächer. 1,7 Prozent im Plus lag dagegen der Aktienmarkt in Hongkong. Auch die Börse in Singapur tendierte leicht höher.

Am Montag hatten die Börsen in New York wegen des stärkeren Dollar und dem Rückgang des Ölpreises fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,4 Prozent auf 11 782 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,7 Prozent fester bei 1305 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte gut ein Prozent auf 2439 Punkte zu.

"Es gibt große Sorgen über die Wirtschaft, nicht nur in China, sondern auch in anderen Wachstumsmärkten", sagte Händler Yoshinori Nagano von Daiwa Asset Management. "Ich bin nicht sicher, ob die Menschen Angst vor der Zeit nach den Olympischen Spielen haben, aber Investoren machen sich zweifellos Sorgen wegen der fallenden Aktienkurse."

Bestärkt wurden diese Bedenken durch einen Anstieg der japanischen Großhandelspreise. Sie legten im Juli im Vergleich zum Vormonat um 7,1 Prozent zu, dem stärksten Anstieg seit 1981. Das erzeugte bei manchen Händler Rezessionsängste. "Der aktuelle Preisanstieg ist nicht auf eine hohe Nachfrage zurückzuführen und wird die Aktivitäten von Unternehmen und Konsumenten belasten. Das ist schlecht für Japans Wirtschaft", sagte Analyst Takeshi Minami vom Norinchukin Research Institute.

Zu den Verlierern auf dem Parkett gehörten die Papiere des Stahlkonzerns Nippon Steel, die 4,6 Prozent nachgaben. Auch die Aktien von Sumitomo Metal Mining verbilligten sich um 3,1 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten die Papiere von Honda, die um 2,7 Prozent zulegten. Japan Logistics gewannen 3,2 Prozent. Die Aktien profitierten vor allem von einem Rückgang des Ölpreises. Dieser lag mit 113 Dollar für ein Fass der US-Sorte WTI über zwanzig Prozent tiefer Lag als noch im Juli. Vom erneut etwas stärkeren Dollar, der gegenüber der japanischer Währung mit 110,12 Yen gehandelt wurde, profitierten exportabhängige Unternehmen wie der Elektronik- und Kamerahersteller Canon, dessen Papiere um 0,7 Prozent zulegten. Der Kurs des Sportartikelausrüster Goldwin, der unter anderem Produkte der Marke Speedo vertreibt, schoss dank der Olypischen Spiele sogar um 21 Prozent nach oben. Auch Finanzwerte wie Mitsubishi UFJ Financial legten zu. Die Aktien von Japans größter Bank stiegen um 0,2 Prozent, die Nummer zwei Mizuho Financial Group gewann 1,4 Prozent.

Der Euro fiel im fernöstlichen Devisenhandel auf ein neues Sechs-Monats-Tief gegenüber dem Dollar. Er wurde auf der Handelsplattform EBS mit 1,4826 Dollar gehandelt. Das war der tiefste Stand seit Februar.

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