Marktbericht: Asiatische Börsen
Nikkei behauptet sich knapp

Die asiatischen Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich präsentiert. Automobilwerte standen nach Medienberichten über eine bevorstehende Senkung des Absatzziels von Toyota auf den Verkaufslisten der Börsianer. Chipwerte waren dagegen nach positiven Zahlen von Intel begehrt.

HB HONGKONG. In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte kaum verändert bei 12 760 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank 0,3 Prozent auf 1249 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Südkorea Shanghai und Taiwan gaben nach, während die Börsen in Hongkong und Singapur Gewinne verbuchten.

Belastet wurden die Märkte durch Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Demnach bedrohen ein sich abschwächender Häusermarkt, eine Verschärfung Kreditvergabe-Bedingungen und die Möglichkeit weiter steigender Ölpreise die US-Konjunktur. Die rasche Stabilisierung des US-Finanzsystems sei derzeit die höchste Priorität der Fed, betonte Bernanke. "Die Volkswirtschaft steht vor einem dreifachen Schock durch eine verlängerte Kreditkrise, hohe Inflation und eine Wachstumsabschwächung", sagte Sean Darby von Nomura in Hongkong.

Der Bericht über eine Senkung der Absatzprognose von Toyota belastete die Autobranche. Toyota-Aktien verloren 0,9 Prozent. Die Papiere des kleineren Rivalen Honda gaben ebenfalls 0,9 Prozent nach. Zu den Verlierern in Tokio gehörten auch Energietitel, die den Rückgang des Ölpreises zu spüren bekamen.

Dagegen beflügelte ein kräftiger Gewinnanstieg im zweiten Quartal und ein optimistischer Ausblick beim US-Chipgiganten Intel japanische Technologiewerte wie Advantest. Die Aktien des Herstellers von Testgeräten für die Halbleiterindustrie gewannen 1,8 Prozent.

Bankentitel begaben sich auf Achterbahnfahrt. Die Aktien des größten japanischen Geldhauses Mitsubishi UFJ Financial gingen 0,1 Prozent höher aus dem Handel, nachdem sie im Handelsverlauf Ängste vor einer Ausweitung der Finanzkrise zu spüren bekommen hatten. Händler erklärten die Aufschläge unter anderem mit einer Schnäppchenjagd bei Finanzwerten.

Der Dollar zeigte sich im Handel in Fernost etwas fester. Nachdem der Euro am Dienstag ein Rekordhoch von 1,6040 Dollar markiert hatte, gab er im Gegenzug leicht auf 1,5890 Dollar nach von 1,5918 im späten US-Handel. Dazu trug ein deutlicher Rückgang des Ölpreises bei, der vorübergehend die Sorgen über die Probleme des US-Finanzsektors beiseite drängte. Zur japanischen Währung lag der Dollar wenig verändert bei 104,60 Yen, ebenso der Euro mit 166,33.

Die US-Börsen hatten am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,84 Prozent tiefer bei 10 962 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,09 Prozent auf 1214 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg dagegen um 0,13 Prozent auf 2215 Punkte.

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