Marktbericht: Asiatische Börsen
Nikkei: Verluste in Tokio

Fast alle Börsen in Asien landen im Minus. Besonders hoch waren die Kursverluste in Japan, der Nikkei verliert 1,6 Prozent. Bankaktien machen dagegen die Kursverluste von gestern wieder wett.

TOKIO/HONGKONG. Die Aktienmärkte in Fernost schliessen überwiegend im Minus. In Tokio drückten vor allem enttäuschende Quartalszahlen wie die des Mobilfunkkonzerns KDDI auf die Stimmung. Begrenzt wurden die Abschläge jedoch durch überraschend positive Bilanzen mehrerer großer US-Regionalbanken, die die Titel japanischer Finanzhäuser anschoben.

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 8 707 Punkten ins Wochenende. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 1,1 Prozent tiefer bei 830 Zählern. Die Aktienmärkte in Hongkong, Singapur und Südkorea notierten ebenfalls schwächer. Die Börsen in Taiwan und in Shanghai verzeichneten dagegen leichte Gewinne.

Der zweitgrößte japanische Mobilfunkkonzern KDDI hat im zweiten Quartal einen überraschend großen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen und rechnet mit einem schwächeren Gesamtjahr. Die KDDI-Aktie stürzte daraufhin 5,2 Prozent ab. Für Unmut sorgte auch, dass der Stahlkonzern JFE Holdings angesichts der Wirtschaftslage einen Ausblick scheute. JFE-Papiere verloren 3,1 Prozent.

Im Zuge von Spekulationen über eine Insolvenz des US-Autobauers Chrysler in der kommenden Woche gerieten die japanischen Hersteller unter Druck. Honda-Titel gaben 2,9 Prozent nach, die von Branchenprimus Toyota 2,1 Prozent.

"Falls Chrysler wirklich in die Insolvenz geht, würde das die Sorgen verstärken, dass dies auch GM tun muss", sagte Fumiyuki Nakanishi von SMBC Friend Securities. Dass es zudem der US-Wirtschaft weiterhin schlechtgehe, sei an den Konjunkturdaten vom Vortag zu sehen, wie den Verkäufen bestehender Eigenheime im März, die deutlich stärker zurückgingen als prognostiziert. Zudem stellten hier unerwartet viele Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Positiv aus den USA aufgenommen wurden hingegen die überraschend guten Bilanzen von Regionalbanken, die den japanischen Instituten auf die Sprünge halfen. Die Papiere des Branchenführers Mitsubishi UFJ Financial legten 3,4 Prozent zu, die der Nummer zwei Mizuho Financial 3,7 Prozent. Gefragt waren auch die Papiere des Handelshauses Nomura. Sie verteuerten sich um 1,2 Prozent, nachdem eine Zeitung berichtete, das Unternehmen plane den Abbau mehrerer Hundert Arbeitsplätze in Großbritannien. Nomura bestritt dies allerdings ungehend. Viele Anleger zeigten sich aber bei den Branchenwerten vor der Veröffentlichung der Banken-Stresstests in den USA am 4. Mai nach wie vor vorsichtig.

Der Euro stieg in Fernost auf 1,3173 Dollar nach 1,3146 Dollar im späten US-Handel. Gegenüber dem Yen fiel die Gemeinschaftswährung auf 127,82 Yen, ebenso wie der Dollar, der bei 97,08 Yen notierte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%