Marktbericht Asien
Asiatische Börsen folgen Wall Street ins Plus

Die asiatischen Börsen sind am Dienstag den US-Vorgaben gefolgt und haben überwiegend im Plus geschlossen. Zu den Gewinnern gehörten exportorientierte Unternehmen, die von einem stärkeren Dollar profitierten. Auch Finanztitel legten zu.

HB TOKIO. Unter den Investoren machte sich zunehmend die Hoffnung breit, dass die Talsohle der US-Hypothekenkrise durchschritten sei. Nach den Rekordständen von vergangener Woche gab der Ölpreis am Dienstag etwas nach. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,5 Prozent höher bei 13 953 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,3 Prozent auf 1 360 Zähler. Auch die Indizes in Hongkong, Taiwan, Singapur und Seoul tendierten im Plus. Einzig der Aktienmarkt in Schanghai notierte nach dem schweren Erdbeben in China vom Vortag im Minus. Vor allem die Werte von Versicherern rutschten ab, China Life Insurance tendierte über fünf Prozent im Minus.

In Japan legten vor allem Exportwerte wie Canon zu, die Aktie des Kameraherstellers schloss knapp drei Prozent im Plus. Das Papier des Präzisionsgeräte-Herstellers Nikon beendete den Handel nach einer Gewinnsteigerung um fast ein Drittel mit einem Zuschlag von 12,5 Prozent. Zu den Gewinnern gehörte auch der IT-Konzern Fujitsu, dessen Aktie über 13 Prozent nach oben schnellte, nachdem das Unternehmen für dieses Jahr eine Verdopplung des Nettogewinns in Aussicht stellte und von einer japanischen Bank hochgestuft wurde. Derzeit herrsche Einkaufsstimmung an der Tokioter Börse, sagte Noritsugu Hirakawa von Okasan Securities. „Trotz anhaltender Sorgen wird immer mehr darauf vertraut, dass das Schlimmste der US-Finanzkrise vorüber ist.“

Asiatische Bankenwerte profitierten von einem anziehenden Geschäft des weltgrößten Anleihenversicherers sowie von stärker als erwartet ausgefallenen Zahlen von Europas größter Bank HSBC. Zu den Gewinnern des Tokioter Handelstages gehörte die Mizuho Financial Group, deren Aktie 2,8 Prozent zulegte.

Die US-Börsen hatten am Montag fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,02 Prozent fester mit 12 876 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 1,1 Prozent auf 1 403 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,76 Prozent auf 2 488 Punkte.

Der Euro kostete in Fernost mit 1,5542 Dollar etwa ebensoviel wie im späten US-Handel. Zur japanischen Währung lag er bei 161,26 Yen nach 161,35 Yen im US-Handel. Der Dollar wurde mit 103,75 Yen gehandelt und präsentierte sich damit kaum verändert.

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